Lukas Ertl brettert bei Porsche Sprint Challenge am Hockenheimring auf die Plätze 1 und 2

Einen gelungenen Saisonauftakt feierten die Motorsportler der RSG Burghausen beim Porsche Sports Cup Deutschland am Hockenheimring. Stefan, Lukas und Maximilian Ertl fuhren die Plätze1, 2 und 4 ein.

Die drei Ertls starten heuer in Kooperation mit dem Team CarTech Motorsport aus Ismaning. Hierbei teilen sich Vater Stefan und Sohn Maximilian ein Cockpit bei den 100-minütigen Endurance Rennen der Serie. Der aus dem Porsche Carrera Cup kommende Lukas, Zwillingsbruder von Maximilian, gibt als Einzelfahrer bei den Sprintrennen über 30 Minuten Gas.

Bereits vor der offiziellen Veranstaltung hatte das Trio aus Burghausen im Rahmen eines Testtages die Möglichkeit, die ersten Kilometer auf der 4,574 Kilometer langen Strecke mit ihren 17 Kurven zu drehen und sich so auf den Saisonstart einzustimmen. Beim ersten Qualifying der Porsche Sprint Challenge, in der pro Rennwochenende jeweils zwei Wertungsläufe über 30 Minuten ausgetragen werden, fühlte sich Lukas Ertl bereits recht wohl im Auto. Er fuhr mit 1:41,05 Minuten und über 0,6 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten die Pole Position für beide Durchgänge ein. Im Anschluss zog der 24-Jährige Bilanz und blickte dabei auch auf die Zeiten im Porsche Carrera Cup: „Die Runde war wirklich nahezu perfekt und am Limit. Als Vergleich die letzte Pole Position aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland war 1:41,25, also nahezu zwei Zehntel langsamer.“

Der Start der ersten Rundenjagd verlief nach Plan. Nach der ersten Kurve konnte Ertl sogar den deutlich schnelleren Porsche GT3R des ehemaligen DTM-Piloten Peter Mamerow überholen und den Vorsprung über die gesamte Distanz stetig ausbauen. Das bedeutete neben dem 1. Platz in der Klasse Porsche 991 GT3 Cup auch den Gesamtsieg. Stolz erwähnte Ertl noch, dass der Vorsprung auf den Zweitplatzierten seiner Kategorie ganze 22,8 Sekunden betrug.

Das zweite Rennen verlief ähnlich erfolgreich für den jungen Piloten von der Salzach. Am Start behauptete sich Ertl direkt an der Spitze des Feldes und baute dann Runde für Runde den Vorsprung aus. Jedoch strapazierte er in der Anfangsphase die Reifen etwas zu stark und konnte so am Ende nicht mehr ganz die Geschwindigkeit von Mamerow mitgehen, so dass der Konkurrent enteilte und sich den Sieg schnappte. Dennoch war Position2 im Gesamtklassement und der Klassensieg mit einem Vorsprung von 18,8 Sekunden zu keiner Zeit in Gefahr.

Bruder Maximilian und Vater Stefan konnten sich im Endurance Rennen, bei dem sich die beiden das Cockpit des 991 GT3 Cup teilen, gut gegen die 25-köpfige Konkurrenz behaupten. Nach aufregenden Zweikämpfen und gekonntem Fahrerwechsel fuhr das Tandem mit dem 4. Rang ebenfalls ein beachtliches Resultat ein. Das gibt den Ertls Rückenwind für die nächsten Aufgaben am 19./20. Juni auf der Grand Prix Strecke des Nürburgrings.