Rennsportler in der verlängerten Winterpause

Sowohl der Saisonauftakt als auch das gesellschaftliche Vereinsleben lassen bei der RSG noch auf sich warten

Wie nahezu alle Vereine plagt auch den Burghauser ADAC-Ortsclub die Frage, wie es auf absehbare Zeit weitergehen soll. Die seit über einem Jahr andauernde organisatorische Unsicherheit verlangt den Verantwortlichen einiges an Flexibilität und Engagement im Ehrenamt ab. Betrifft es schließlich nicht nur den sportlichen Betrieb, sondern mittlerweile auch das gesellschaftliche Miteinander und obendrein auch die finanziellen Möglichkeiten.

So ist die RSG auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen. Sponsoren, welche nach Angaben von Vereinsvorsitzendem Franz Kaiser mittlerweile mehr denn je ums eigene Überleben kämpfen würden und selbst Hilfe von außen bräuchten. „Sicher ist ein Verein nicht überlebenswichtig. Dennoch gibt das Vereinsleben vielen etwas Halt und Normalität in diesen schweren Zeiten“, bilanziert Kaiser vor diesem Hintergrund.

Er hofft, dass nach den neuerlich beschlossenen Lockdown-Verlängerungen „endlich so etwas ähnliches wie Normalität einkehren mag“. Den Fahrerkollegen im Verein sowie den Veranstaltern von Wertungsläufen und weiteren Freunden des Motorsports empfiehlt er, „alles soweit vorzubereiten, dass jeder sofort durchstarten kann, wenn die Ampel auf Grün springt“. Die aktiven RSGler in den Kategorien Motorrad, Kart, Autoslalom, Rallye, Rundstrecke, Bergrennen sowie Young- und Oldtimer seien jedenfalls bereit. Auch die Rennkalender seien gut gefüllt, was auf eine interessante Saison 2021 hoffen lasse – „wenn es denn losgehen darf“.

Mit Blick aufs Vereinsleben muss auch die RSG viele Absagen im gesellschaftlichen Bereich und im Rallyesport hinnehmen. So wurden alle Clubabende gestrichen, ebenso die Jänner-Rallye und bereits die Rebenland-Rallye sowie die Lavanttal-Rallye. Wie es mit der Osterrallye des ASC Tiefenbach am 3. April aussieht, steht Kaiser zufolge noch in den Sternen. „Wir alle hoffen darauf, dass dieser Termin der langersehnte Saisonstart 2021 sein darf“, sagt der Vorsitzende.

Auch in den übrigen Sparten werde noch gefiebert. Ob die Fahrer im PCHC (Porsche Club Historic Challenge) im März auf dem Hockenheimring oder die Aktiven im Autoslalom am 24. und 25. April auf dem Flugplatz in Zainach bei Eggenfelden an den Start gehen dürfen, sei ebenso offen wie der pünktliche Start im „Porsche Carrera Cup“ am 1. Mai auf der belgischen Rennstrecke in Spa. Fahrzeuge und Fahrer der RSG stünden bereit.

Im gesellschaftlichen Bereich hofft der Club auf baldige Lockerungen bei der Gastronomie, damit sich die Motorsport- und Young-Oldtimerfreunde möglichst bald wieder zu den geselligen Clubabenden treffen können. Für die Oldtimerfreunde ist zudem etwas Besonderes in Planung – Genaueres aber will Kaiser noch nicht verraten.

red (Quelle: Burghauser Anzeiger)