Es war die Stunde der Sachsenring-Experten. Dauerregen sorgte für eine klatschnasse Strecke. Kaum Sicht und beschlagene Scheiben verlangte den Piloten der Porsche Club Historic Challenge (PCHC) am Wochenende 26.09./27.09 einiges ab. Bereits auf den ersten Metern gelang es aber dem jungen Burghauser Motorsportler Maximilian Ertl, im 997 GT3, sich den beiden führenden Heiko Neumann und den Sachsenring Geschäftsführer Ruben Zeltner an die Fersen heften. Mut, der Ertl letztendlich einen Podiumsplatz bescherte.

Zeltner war stellenweise ganz dicht an Neumann dran, vorbei kam er jedoch nicht. Nur 0,383 Sekunden trennten die beiden beim Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs. „Das erste Rennen war für mich der blanke Horror, da ich überhaupt keine Sicht mehr hatte. Die Scheibe war komplett angelaufen. Ich habe nichts mehr gesehen. Gott sei Dank kenne ich mich am Sachsenring bestens aus, so dass ich mich bei meinem Blindflug einigermaßen orientieren konnte. Sonst hätte ich viel schneller fahren können“, gab der Zweitplatzierte zu Protokoll, der damit auch die Klasse 7 für sich entschied. Gesamtdritter wurde der Burghauser Maximilian Ertl, der bis kurz vor Schluss am Führungsduo dran blieb. Dann verlor Ertl in der Regenschlacht kurz den Kontakt zur Spitze und  musste sogar noch achtgeben, dass er vom Verfolger nicht noch vom Podiumsplatz verdrängt wird.

Auch Stefan Ertl war in seiner Klasse erfolgreich unterwegs und sorgte i für ein Familienpodium, als er auf Gesamtrang sechs sowie Platz drei in der Klasse ins Ziel kam. Mit nicht ganz zwei Sekunden Abstand hielt er seinen Verfolger Thomas Reichel souverän in Schach. „Beim zweiten Rennen war es schade, dass gleich am Anfang zwei Mitkonkurrenten durch einen Crash ausfielen. Während der darauffolgenden „Code 60 Phase“, hatte zunächst Jack Crow vor Jürgen Lauscher (997 GT3 Cup) das Rennen angeführt. Da Lauscher jedoch eine 30-Sekunden Strafe aufgebrummt bekam, rutschte Kurt Ecke noch auf die dritte Position nach vorne, hinter ihm der Burghauser  Stefan Ertl auf Platz 4.

Nach diesem verregneten und turbulenten Rennwochenende bleiben den Teilnehmern nicht mehr ganz drei Wochen, ehe das Finale auf dem Nürburgring ansteht. Dort werden die endgültigen Entscheidungen im Titelrennen fallen.

 

(Der Code 60 wird in Kombination mit gelben Flaggen sowie einer lila Flagge aktiv. Die gelben Flaggen zeigen eine Gefahrensituation auf der Strecke an, die lila Flagge ist direkt das Signal für Code 60. Wird Code 60 angezeigt, bedeutet das für die Fahrer, dass sie ihre aktuelle Geschwindigkeit auf 60 km/h drosseln müssen. Wer den Code 60 verletzt, wird üblicherweise mit einer Zeitstrafe belegt.)

 

Den Ausführlichen Rennbericht findet man auf:  https://www.motorsport-xl.de/news/2020/PCHC/Schwierige-Bedingungen-beim-PCHC-Auftritt-auf-dem-Sachsenring-40040.html

Onboard beim Regenrennen auf dem Sachsenring mit Maximilian Ertl

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