Saison 2020 in Bildern

Eine sehr durchwachsene Saison 2020 geht zu Ende.

Starteten die aktiven der Burghauser Rennsport Gemeinschaft e.V. im ADAC  im Februar noch voller Tatendrang in das Jahr 2020, so mussten schnell alle Erwartungen begraben werden und Corona machte den gesamten Motorsport unmöglich.

Ab der zweiten Jahreshälfte machten zahlreiche Veranstalter, mit aufwendigen Hygienekonzepten, das schier unmögliche möglich und die Saison konnte verspätet doch noch beginnen. Rallye, Autoslalom und Rundstrecke war wieder möglich und wurde von den Motorsportlern der RSG erfolgreich angenommen.

für dieses Engagement, den Ehrgeiz und  für die Teilnahme an Veranstaltungen möchte sich die Vorstandschaft der RSG bei allen bedanken, welche den Motorsport wirklich leben und selbst in schwierigen Zeiten nicht davon abzuhalten sind ihren Sport auszuüben.

Ein weiterer, ganz besonderer Dank geht an die Sportredaktion Altötting und Lokalredaktion Burghausen der PNP, welche die sportlichen und gesellschaftlichen Geschehnisse der RSG stets der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die folgende Bildergalerie zeigt die Saison und ihre zahlreichen Höhepunkte der Saison im Schnelldurchlauf. Die ausführlichen Berichte zu den jeweiligen Bildern sind hier im Bereich „Blog“ nachzulesen.

Ich als Euer Vorstand wünsche euch allen für die kommende Saison viel Erfolg und vor allem Gesundheit.

Mit sportlichen Grüßen, euer Franz

 

Saisonstart am 21.02.2020
Saisonstart am 21.02.2020
Die Saison 2020 verspricht spannend zu werden! Ralf Pollich greift mit seiner Neuanschaffung in das Rallyegeschehen ein. Natürlich bleibt der vertraute blaue Corsa auch noch im Sortiment.
Endlich wieder auf der Piste… Eine Hand voll RSG’ler nutzten am 27.06. die Chance um endlich wieder den Geruch von verbrannten Benzin und heißen Motoren zu riechen und den Fahrtwind zu spüren.Heiße Zweikämpfe auf der Piste und geselliges Beisammensein nach den Turns machten den Ausflug zur Kartbahn Rotthalmünster zu einem gelungenen Event.
Langsam nimmt auch der Motorsport und somit die RSG Burghausen e.V.im ADAC wieder Fahrt auf. Verspäteter Saisonstart nach der Corona Zwangspause. Piloten der RSG Burghausen im PCHC und Ralleysport schnell unterwegs Maximilian Ertl Doppelsieger in der Klasse 7
Saisonstart der RSG Autoslalomgruppe trotz Corona Auflagen erfolgreich gemeistert. Bereits am Sonntag, den 09.08.2020, starteten endlich auch die Autoslalomexperten der Burghauser Rennsportgemeinschaft e. V. im ADAC in die sehnsüchtig erwartete Saison 2020. Ziel der fünf RSG Vollblutmotorsportler war der 45. ADAC Flugplatzslalom des AC Nittenau im ca. 180 km entfernten Bruck in der Oberpfalz.
28.08.20 – 29.08.20 PCHC Assen – Platz 2 im Rennen 2 für Maximilian Ertl Hochspannung auf allen Plätzen Waren schon die Rennen auf dem Hockenheimring spannend, toppten die beiden Durchgänge in Assen eigentlich noch einmal alles in Sachen Dramatik und Spannung.
Ralf Pollich startete mit Sabrina Knödlseder als Beifahrerin in die Rallye-Saison. Beim 27. Rallye-Sprint des MSC Freilassing in der örtlichen Kiesgrube harmonierten beide erneut bestens.
Erfolgreiches Motorsportwochenende für die Burghauser RSG Insgesamt mit 7 aktiven Motorsportlern war die RSG Burghausen e.V. im ADAC am Start beim Autoslalom des MC Labertal. Christian Rogger Platz 1 Gruppe F8
Erster Auftritt von Ralf Pollich im neuen Rallye-Clio beim 1. Rallyesprint Laichinger Alb. Erstmals mit an Bord die erst 17 Jährige Beifahrerein Jasmin Rötzer
Zwei Neueinsteiger im Team RSG- Autoslalom Stefan Harböck und Dennis Herrmann sind die neuen Gesichter der RSG. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, mit ihrem BMW 323 ti Compact im Autoslalomcircus kräftig mitzumischen. Ihr erster Auftritt war beim Autoslalom des MC Labertal / MSF Freising.
Gute Ergebnisse trotz schwieriger Bedingungen für Stefan und Maximilian Ertl beim vorletzten Rennen der PCHC auf dem Sachsenring.
Lukas Ertl ist zurück im Porsche Carrera Cup im Porsche von T3-HRT- Motorsport der mit dem Burghauser Logo als Zeichen der Freundschaft zur Partnerstadt unterwegs war.
RSG‘ler bestätigen bei der diesjährigen JHV ihre Vorstandschaft für weitere zwei Jahre. (Archivbild aus Zeiten ohne Corona) Neugegründete Young – Oldtimer Sparte löst einst sehr erfolgreiche, aufgegebene Jugendkart Slalom Sparte ab. Leider war die feierliche Einführung dieser Sparte Corona bedingt in 2020 nicht möglich. Aufgrund der Corona – Kontaktbeschränkungen musste die diesjährige Jahreshauptversammlung der Burghauser Rennsportgemeinschaft e.V. im ADAC zunächst verschoben werden

 

Auch unsere Kart- Rundstrecken Abteilung litt sehr unter den Corona Auflagen und war größtenteils in der Box.

RSG Burghausen sagt traditionelle Jahresabschlussfeier ab.

Ehrungen für langjährige Mitglieder und Clubmeister werden nachgeholt.

Es sollte, wie all die Jahre vorher, ein gemütliches Zusammentreffen aller Vereinsmitglieder werden. Auf dem Programm stand ein gemeinsames Essen im Sportheim Mehring, ein Rückblick auf sportliche sowie vereinsbezogene Highlights, die Ehrung langjähriger Mitglieder und als Höhepunkt des Abends,  die Ehrung der Clubmeister in den  Sparten: Kartsport, Autoslalom, Rallye, Rundstrecke im Automobil und Motorrad-Rennsport und Bergrennen.

Ein beachtliches Repertoires und zahlreiche sehr erfolgreiche Motorsportler, was der ADAC Ortsclub hier im Programm hatte. Aus dieser traditionellen Feier wird aufgrund der geltenden Bestimmungen leider dieses Jahr nichts. Dennoch möchten die Verantwortlichen des Motorsportclubs die Saison 2020 nicht einfach so abschließen, ohne Worte zu den Akten legen und trübsinnig in die Zukunft blicken. Sicher sind die Aussichten derzeit allgemein nicht rosig und die gesamte RSG, Verein gleichermaßen wie die aktiven Motorsportler, haben wie in jeden anderen Verein mit der aktuellen Situation zu kämpfen. Erfreulicherweise kann die RSG, zumindest in sportlicher Hinsicht, auf eine dennoch positive Saison 2020 zurückblicken. Zu verdanken ist das zum einen, dass es Vereine gegeben hat, welche sich den organisatorischen Aufwand zutrauten und dank eines Hygieneplans auch die Genehmigung zur Durchführung von Motorsportveranstaltungen erhielten. Zum anderen das disziplinierte Auftreten der Teilnehmer, welche sich penibelst an die Auflagen der Veranstalter hielten. Allein dieses souveräne, faire  Verhalten der Teilnehmer wäre schon Grund genug für die Überreichung eines Pokales ist sich die Vorstandschaft der RSG einig. Wie bereits erwähnt, möchten die Verantwortlichen der RSG auf eine Prämierung der erfolgreichen Motorsportler nicht verzichten. Das Jahr 2020 hat seine eigenen Regeln aufgestellt, nach denen wir jetzt spielen müssen. Viele unserer langjährigen Sponsoren kämpfen derzeit erneut mit dem aktuellen Teil-Lockdown ums reine Überleben. Daher verzichtet die RSG in diesem Jahr auf den Kauf von Pokalen und übergibt den Motorsportlern Wertgutscheine unserer treuen Sponsoren. Mit dem Erwerb dieser Gutscheine versucht die RSG ein wenig von der Großzügigkeit ihrer Sponsoren aus den vergangenen Jahren zurückzugeben. Da eine persönliche Überreichung leider nicht möglich ist, werden den aktiven Motorsportlern die Gutscheine per Post zugeschickt. Die Ehrung der langjährigen Mitglieder und der Saison Rückblick wird auf die JHV 2021 verschoben. Die Vorstandschaft der RSG bittet hiermit um Verständnis für diese Art der Siegerehrung und wünscht allen Aktiven, Passiven und Sponsoren für die kommende Zeit alles Gute.

 

Burghauser Motorsportler träumt nicht sein Leben, er lebt seinen Traum

Der Burghauser Lukas Ertl feierte bei der Abschlussveranstaltung des Porsche Carrera Cup, im Team Overdrive Racing by Huber, vom 06. bis 08.11.2020 in der Motorsportarena Oschersleben weitere Erfolge. Mit den Plätzen acht im Rennen eins und  Rang sechs im Rennen zwei konnte der Burghauser erneut zwei gute Ergebnisse einfahren. Mit dieser konstanten, stetig gesteigerten Leistung konnte sich Ertl trotz seiner spät begonnen Saison im vorderen Drittel dieser Prestige trächtigen Rennserie behaupten und belegt letztendlich in der Gesamtwertung einen hervorragen

den 12. Platz. Ertl macht auch keinen Hehl daraus, dass es im Pulk unter den Top10 kein Spaziergang ist. Das musste der Burghauser Motorsportler in zahlreichen Zweikämpfen bereits mehrfach am eigenen Leibe erfahren und hat es  bereits im Bericht zum Rennen am Sachsenring so zu Protokoll gegeben, nachdem er unverschuldet im Rennen 3 ausschied. Damals meinte Ertl sportlich Fair: „So ist das eben im Porsche Carrera Cup, es wird hart gefightet und manchmal ist man der Leidtragende“.

Dieses Schicksal blieb Ertl zum Glück am Wochenende in Oschersleben, bis auf einen kleinen Ausrutscher, erspart. Im freien Training am Freitag, den 06.11.,  konnten noch ein paar Details am Fahrzeug und der Fahrlinie verbessert. So gut vorbereitet konnte ins Zeittraining am Samstag gestartet werden, welches mit Rang 8 zufriedenstellend verlief.

 

Auch das erste Rennen, welches am Samstagnachmittag bei bereits tiefstehender Sonne stattfand, verlief ganz zur Zufriedenheit von Fahrer und Team. In den ersten 1,5 Runden konnte der Burghauser bereits 4 Positionen gutmachen und war bis auf Platz vier vorgefahren. Alles schien perfekt, ehe sein Wagen in einer Kurve, etwas abseits von der Ideallinie, auf eine Kühlwasserspur geriet, leicht abschmierte und dadurch einen Umweg über die Wiese nahm. So waren die gut gemachten Positionen und der in greifbare Nähe gerückte Stockerlplatz wieder verloren und Ertl fand sich auf Rang 8 wieder, auf welchem er dann auch die Ziellinie überquerte. Der Ärger über den Ausrutscher und die dabei verlorenen Plätze war verständlicherweise groß, dennoch war bei alle beteiligten vom Team Overdrive Racing by Huber, für das Ertl erneut am Steuer des Porsche GT3 Cup saß, die Erleichterung groß dass nicht mehr passierte und der Wagen keinen Schaden nahm. Rennen 2, am Sonntagvormittag, verlief nach einer erneut sehr guten Startphase dann zum Glück reibungslos und Ertl  konnte sich vom Startplatz neun aus bis auf Rang sechs nach vorne kämpfen und so das letzte Rennen der Saison beenden. Wir, die Verantwortlichen der RSG Burghausen e.V. im ADAC, dem Stammverein Ertls,  möchten unseren Bericht wieder mit einem Zitat Ertls beenden: „Mit der „halben“ Saison, die ich nun doch im Jahr 2020 im Carrera Cup absolvieren konnte bin ich allgemein sehr zufrieden, denn im vorderen Drittel des Carrera Cup Deutschland zu fahren ist alles andere als einfach. Jetzt gehen jedenfalls die Vorbereitungen für die kommende Saison 2021 los, in welcher ich hoffentlich wieder die ganze Saison im Carrera Cup bestreiten, die guten Leistungen aus diesem Jahr bestätigen und mich eventuell sogar weiter steigern kann“!

Porsche 911 GT3 Cup, Lukas Ertl (D),
Porsche Carrera Cup Deutschland, Oschersleben 2020

 

Lukas Ertl mit nur zwei Rennen im Porsche Carrera Cup in der Fahrerwertung auf Platz 16

Der Motorsportler der RSG Burghausen e.V. im ADAC stieg erst im zweiten Rennen der Serie ins geschehe ein und kann sich trotz Trainingsrückstand dennoch gut behaupten.

Der Burghauser Motorsportler startete mit einem Rennwochenende Rückstand, als Gastfahrer für nur ein Rennwochenende im Team T3-HRT-Motorsport, am Sachsenring in die Saison 2020. Dort stellte der Vollblutmotorsportler sein können gleich eindrucksstark unter Beweis und sammelte mit den Plätzen 10 im Rennen eins und 9 im Rennen zwei wertvolle Punkte für die Gesamt-Fahrerwertung. Das Renne drei endete durch einen unverschuldeten Dreher, wie bereits berichtet, im Kiesbett.

Erfreulicherweise konnte Ertl für das darauffolgende dritte Rennen (Lauf 7 – 9) im Porsche Carrera Cup, am 4,3 km langen Red Bull Ring, erneut einen Platz am Steuer eines 485 Porsche GT3 Cup ergattern. Arbeitgeber war bei dieser Veranstaltung nicht wie im Rennen 2, das Team T3-HRT-Motorsport, sondern das Team Overdrive-Racing by Huber, aus dem für den Burghauser nahegelegenen Neuburg am Inn. Begonnen hat das Rennwochenende bereits am Donnerstag 15.10., mit drei Testsessions, wobei man sich als Fahrer sowie auch als Team mit den niedrigen Temperaturen und der dadurch entstehenden Temperaturproblematik für die Reifen vertraut machen konnte. Zwei Trainings-Sessions im trockenen verliefen für Ertl bereits mit guten Platzierungen, das Highlight war für den Burghauser Rennfahrer jedoch die letzte Session im Regen.

Ertl fasste das so zusammen: „Den 485-PS starken Porsche ohne ABS und Traktionskontrolle unter strömenden Regen zu bändigen ist einfach eine Herausforderung. Eine Herausforderung die jedoch extrem viel Spaß macht, Spaß der mir mit Platz 3 in der Regen-Session die bisher beste Platzierung meiner Carrera Cup Karriere bescherte. Leider nur ein Trainingsergebnis aber dennoch ein deutliches Ausrufezeichen, was möglich ist“.

Das Zeittraining am Samstagvormittag gestaltete sich dann für die Fahrer alles andere als einfach. Am Morgen regnete es noch sehr stark. Da jedoch vor dem Carrera-Cup die Teilnehmer der GT Masters ihr Zeittraining austrugen und diese Fahrzeuge durch ihre Aerodynamik förmlich das Wasser aus dem Asphalt zogen, bildete sich eine trockene Ideallinie auf der Strecke, der Rest der Strecke war aber nach wie vor sehr nass und gefährlich. Also galt es sich auf dieser trockenen Linie eine gute Ausgangsposition für die Rennen zu sicher, was Ertl dann auch gut geglückt ist. Mit Startplatz 7 von 19 Startern waren Lukas Ertl sowie sein neues Team sehr zufrieden. Eine hervorragende Ausgangsposition für das erste Rennen welches auch ohne jegliche Zwischenfälle verlief. Ertl konnte die gesamte Pace gut mit den anderen Fahrern mitgehen und Platz 7 sicher ins Ziel bringen.

Das Rennen 2 verlief anfangs nicht so Erfolgversprechend.

Der hoch motivierte Burghauser bekam aufgrund wiederholtem überfahren der Streckenbegrenzung und einer Überschreitung des Track Limits eine Strafe aufgebrummt, welche ihn auf Startplatz 15 zurückwarf. Aufgrund der niedrigen Temperaturen und der immer noch nassen Strecke erschien es aussichtslos, von Platz 15 aus eine Platzierung in den Top10 zu erreichen. Doch auch im Motorsport sollte man den Tag nicht vor dem Abend preisen. Aufgrund einer Rangelei im Mittelfeld konnte der Burghauser an neun Konkurrenten vorbeiziehen, was Platz sechs und die bisher beste Platzierung in einem Rennen für Ertl bedeutete. Diese Platzierung konnte auch bis ins Ziel verteidigt und gehalten werden.

Hochmotiviert von den Ergebnissen aus Rennen eins und zwei ging es dann in das letzte Rennen des Wochenendes am Sonntagnachmittag, doch so gut es bisher für Ertl lief, so schnell war es leider, wie auch am Sachsenring, schon wieder einmal im dritten Rennen vorbei. In Kurve vier hat ein zwei Wagen hinter Ertl liegender Mitstreiter den Bremspunkt verpasst und dabei den direkt hinter dem Burghauser fahrenden Porsche in dessen Heck gerammt, dabei wurde die Radaufhängung an der rechten Hinterachse so stark beschädigt dass Ertl keine Chance mehr hatte das Rennen zu beenden.

Porsche 911 GT3 Cup, Lukas Ertl (D),
Porsche Carrera Cup Deutschland, Red Bull Ring 2020

 

 

 

Lukas Ertl ist zurück im Porsche Carrera Cup

Einziger Auftritt 2020 im Carrera Cup für den Motorsportler der RSG war in Burghausens Partnerstadt Hohenstein- Ernstthal.

Corona bedingt war der Start des Burghauser Motorsportlers, Lukas Ertl, im Porsche Carrera Cup 2020 lange Zeit ungewiss. Startete Ertl die vergangenen zwei Jahre noch im von Anfang der Serie an im eigenen Fahrzeug, so war ihm der Verlauf der Saison 2020 zu unsicher. Daher entschied man sich im Team Ertl für das Jahr 2020 zu einer „Corona-Pause“.

Ganz ohne Rennatmosphäre kommt so ein leidenschaftlicher Motorsportler wie Lukas Ertl aber dennoch nicht durch die Saison. Noch dazu, wenn sich der Rennkalender Rennen für Rennen dann unerwarteter Weise doch mit Terminen füllt überlegt man schon ob es ein Fehler war.

Am Wochenende vom 02. – 04.10.2020 gab es für Ertl dann kein halten mehr. Im Terminkalender stand das Rennen am Sachsenring, in burghausens Partnerstadt Hohenstein- Ernsttahl, und die Möglichkeit unter besten Witterungsbedingungen gleich drei Wertungsläufe, als Gaststarter bei T3-HRT-Motorsport, doch noch im Porsche Carrera Cup anzutreten. Aus bereits genannten Gründen ergab sich für Lukas Ertl dieses Jahr auch nicht die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln. Ganz im Gegensatz zu den restlichen 15 Piloten auf der Piste, weshalb in den Trainings erstmal der Fokus darauf lag, wieder den Rhythmus und ein Gefühl für das Auto zu finden. Mit zunehmender Fahrzeit sammelte der Burghauser mehr und mehr Vertrauen in das Fahrzeug. Das 35- minütige Zeittraining verlief dann auch sehr vielversprechend, wobei Ertl lange Zeit auf Platz fünf lag und sich letztendlich als Siebter für das erste Rennen qualifizierte.

Hoch motiviert vom guten Ergebnis im Zeittraining startete  Ertl ins erste 30- minuten Rennen. Der Start verlief für den Burghauser noch sehr gut, doch bereits vor der ersten Kurve bremste den Burghauser ein technisches Problem am Getriebe aus. Der Gangwechsel vom zweiten in den dritten Gang blockierte und somit musste Ertl bereits hier fünf hinter ihm liegende Konkurrenten passieren lassen. Dennoch schaffte es der ehrgeizige Rennfahrer, nach etlichen Zweikämpfen das Rennen als Zehnter zufriedenstellend zu beenden. Im zweiten Rennen, welches von intensiven Zweikämpfen geprägt war setzte sich Ertl wieder oftmals durch und verbesserte somit sein Ergebnis im Vergleich zum ersten Rennen um zwei Platzierungen und wurde schließlich auf Platz 8. abgewunken.

Das dritte Rennen beendete bereits in der Ersten Runde die übermütige Gangart einiger Konkurrenten. Bereits kurz nach dem Start zog Ertl an einem vor ihm fahrenden Fahrzeug in Kurve zwei vorbei, in der darauffolgenden Rechtskurve war dieser mit seiner Front plötzlich wieder auf Höhe des rechten Hinterrads und fuhr dem Burghauser direkt in den Wagen, wodurch sich dieser drehte und sich im Kiesbett wieder fand. Das vielversprechende Rennen drei war somit leider schon nach wenigen Sekunden vorüber.

Ertl kommentierte das Wochenende wie folgt:

Ein wirklich ärgerliches Ende eines ziemlich guten Rennwochenendes für mich, wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz seit Monaten im Auto sitzt bin ich mit der Performance im Qualifying und den Ergebnissen aus Rennen 1 und 2 mehr als zufrieden“.

Zum Ausscheiden im Rennen 3 meinte Ertl sportlich Fair:

So ist das eben im Porsche Carrera Cup, es wird hart gefightet und manchmal ist man der Leidtragende“.