Mit Ralf Pollich und Beifahrerin Nena Feldl war nach längerer Pause wieder ein RSG’ler am Start bei der 3-Städte Rallye dabei

Die ADAC 3 Städte Rallye ist ein Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM), zur Rallye Masters, zur Österreichischen Staatsmeisterschaft und heuer erstmals auch zur European Rally Trophy (ERT). Sie führte über 173 Kilometer und 13 Wertungsprüfungen in Bayern und Österreich.

Mehr als 15.000 Zuschauer verfolgten in den acht Fanzonen im Landkreis Freyung-Grafenau und im benachbarten Mühlviertel das Rallye-Spektakel. Mit Spektakuläre Strecken, massenweise Fans und packende Fights war dieses Event ein Highlight der Rally Szene.

Mit dabei das Team Ralf Pollich mit Beifahrerin Nena Feldl, welches im Renault Clio III RS in der Klasse NC/3  für die RSG Burghausen startete. Schon den Rallye-Sprint in Deggendorf bestritten die beiden als Team gemeinsam. „Nena ist super motiviert und das Zusammenspiel hat auf Anhieb sehr gut geklappt“, lobte Ralf Pollich damals seine Copilotin. Mit dieser Erfahrung und hoch motiviert startete das Duo Pollich / Feldl vom 14. bis 16.10. in der 3-Städte- Rallye, erfüllten sich einen Traum und kamen auf Platz 5 in Ihrer Klasse ins Ziel.

Bis zum letzten Lauf spannend

Unverschuldete Ausfälle haben im Motorsport dem RSG-Team Ertl am Lausitzring die Gesamtführung gekostet. Plan des Burghauser Rennteams Ertl war es auf dem 4534 Meter langen Lausitzring im fünften und vorletzten Saisonlauf zum Porsche-Sports-Cup die Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen oder im Idealfall sogar auszubauen. Doch es kam alles anders.
Das Wochenende startete am Freitag wie üblich mit einem freien Testtag, um sich an die Strecke und die Rahmenbedingungen zu gewöhnen, ehe es dann am Samstag für die Teilnehmer der Porsche-Sprint-Challenge ernst wurde. Nach einem 1. Platz im freien Training und dem darauffolgenden Zeittraining sicherte sich der Burghauser Lukas Ertl die Pole Position für alle Durchgänge, und das gesteckt Ziel war in greifbarer Nähe. In der mit 20 Fahrzeugen am stärksten besetzten Klasse des Porsche-Cup war das eine beachtliche Leistung und schuf für den Motorsportler der RSG Burghausen die besten Voraussetzungen im Titelkampf.
Das erste Rennen verlief nahezu perfekt, Platz 1 in der Klasse 5c (Porsche 991 GT3 Cup ab Baujahr 2017) stand mit 15 Sekunden Vorsprung auf der Anzeige. Zum Schluss des Rennens konnte Ertl sogar fast noch an den deutlich PS stärkeren GT3 R von Peter Mamerow heranfahren, der in der Klasse 7f (Porsche 991 GT3 R gemäß Homologation) startete. In der Homologation wird der Rahmen abgesteckt, in dem Änderungen erlaubt oder verpflichtend sind. Sicherheitsausrüstung ist exakt einzuhalten.

Um 21.30 Uhr folgte ein weiteres Highlight, ein zusätzliches angesetztes Nachtrennen, das Ertl ebenfalls gewann und ihm zugleich auch Platz 1 in der Gesamtwertung sicherte.

Die Sichtverhältnisse waren für den führenden Burghauser nicht gerade optimal, da kein vorausfahrendes Fahrzeug die Strecke zusätzlich ausleuchtete und er ohne Zusatzscheinwerfer auf der Strecke war. Diese Tatsache kostete Ertl einen kleinen Fahrfehler, bei dem er gegen Mitte der Rennen kurz ins Kiesbett rutschte und beinahe die Führung verlor. Dieses Quäntchen Glück fehlte am darauffolgenden Renntag. Am Vormittag startete das letzte Rennen des Wochenendes. Nach einem guten Start in Führung liegend war Ertl schon in die erste Kurve eingebogen, als ein hinter ihm fahrender Konkurrent sich fatal mit seinem Bremspunkt verschätzte und den in Führung liegenden Porsche von Ertl regelrecht aus dem Rennen schoss. Die Beschädigungen am Fahrzeug waren danach so stark, dass das Rennen nicht mehr fortgesetzt werden konnte.
Ertl kommentierte das Geschehen so: „Das ist natürlich sehr frustrierend, nachdem ich schon in Oschersleben an erster Position von einem übermotivierten Mitstreiter vor der ersten Kurve aus dem Rennen geschoben wurde. Nun erneut ein unverschuldet frühes Rennende und somit keine Punkte. Die Rennleitung sollte einmal härtere Strafen aussprechen, um sowas in Zukunft zu vermeiden.“
Für seinen Bruder Maximilian lief das Sprintrennen erfolgreicher. Maximilian Ertl, der in einem älteren Porsche GT3 Cup der Klasse 5b (Porsche 991 GT3 Cup ab BJ 2013) ebenfalls im 20 Starter starken Pulk an den Start ging, belegte in seiner Klasse einmal den 2. Platz, und zweimal stand er ganz oben auf dem Podest.
Das Endurance-Rennen des Rennwochenendes am Lausitzring, das das Vater-Sohn-Gespann nach dem Sieg in Oschersleben voller Vorfreude und hoch motiviert startete, nahm ebenso ein frühes, rüdes Ende. Bereits in der zweiten Rennrunde war schon Schluss, und die geplante Titelverteidigung Geschichte.

Nach einem bereits geglückten und abgeschlossenen Überholmanöver fuhr das gerade überholte Fahrzeug in der darauffolgenden Kurve in das Heck von Maximilian Ertls Wagen, sodass das Fahrzeug sich drehte und quer auf der Strecke zum Stehen kam. Ein direkt folgendes Fahrzeug hatte keine Chance mehr auszuweichen und kollidierte mit dem unverschuldet aus dem Rennen gekickten Wagen der Ertls. Hierbei wurde der GT3 so stark beschädigt, dass er vorzeitig abgestellt werden musste.
In der Meisterschaft liegt das Team trotz des unglücklichen Rennverlaufs aber dennoch auf einer aussichtsreichen 2. Position für das Saisonfinale am Hockenheimring am 8. Oktober. In der Sprint- wie auch in der Endurance-Challenge können sich die drei Burghauser vom RSG-Team Ertl noch den Titel sichern.

Porsche Sports Cup Deutschland – 5. Lauf Lausitzring 2021 – Foto: Gruppe C Photography

 

Der Berg ruft!

Vier RSGler beim Bergslalom in Außernbrünst und einer beim Bergslalom Schlössl am Start

Bei fast schon sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein pur standen am  Sonntag den 05.09.2021 bei der RSG alle Zeichen auf Bergrennen.

Christian Rogger und Peter Böcklbauer waren mit ihrem Polo, Ralf und Bea Pollich mit dem Corsa beim Bergslalom  des MSC Röhrnbach in Außernbrünst  am Start.  Christian beschrieb das Rennen mit folgenden Worten: „Es war wie immer eine tolle Strecke aber leider verwehrten uns zu viele Pylonenfehler bessere Platzierungen. Trotzdem sprang Platz 7 für mich und Platz 9 für Peter heraus.

Auch Bea und Ralf Pollich stellten sich, im für Schotter Rallye’s optimierten Opel Corsa, der stark besetzten Klasse F8 dieser Veranstaltung und belegten dabei die Plätze 20 für Ralf und 26 für Bea. Ralf formulierte das Ergebnis so: „Der kleine Corsa kann immer noch Slalom, als de facto G Auto in der Klasse F8“!

Ralf Brandl Startet zeitgleich mit seinem Mitsubishi EVO beim diesjährige Bergslalom in Schlössl. Dabei bekamen die Zuseher entlang der Strecke Bergrennsport der Extraklasse geboten. Auch organisatorisch lieferte der MSC Schlössl wieder eine Veranstaltung der Superlative ab. So konnte auch der „Schlössl Hillclimbchampion“ bereits vor 17.00 Uhr gekürt werden.

Für unseren RSG’ler, Ralf Brandl, der mit unterlegener Straßenbereifung an den Start ging, sprang hier einen hervorragenden 7. Platz in seiner Klasse heraus.

Autoslalom Buchbinder Cup des ATC Weiden – Neunburg v. Wald

Die RSG Autoslalomfahrer Peter Böcklbauer und Christian Rogger   waren am Samstag den 24.08.  in Neunburg v. Wald beim Slalom Buchbinder Cup für die Burghauser Rennsportgemeinschaft am Start. Ausgerichtet wurde dieser Slalom vom ATC Weiden auf dem Buchbindergelände. Trotz  der vielen Auflagen und Corona Regeln organisierte der Veranstaltende Club eine tolle Veranstaltung.

Das Familien Duo der RSG Burghausen, das wie gewohnt mit ihrem VW Polo an den Start ging hatte bei beiden Läufen großes „Wetterglück“, und die Strecke war trocken. Bei strahlendem Sonnenschein belegte Christian den 5. Platz und Peter nach zwei Pylonenfehlern Platz 13 in der Klasse F8

Brauerei meets Rallye-Sprints

Bereits am 24.07. war es wieder soweit. Ralf Pollich, ein aktiver Motorsportler der RSG Burghausen und zugleich Vorstand des Partnerclubs AMC Neuötting ist startete mit seinem Ranault Clio und Jasmin Rötzer als Copilotin bei der Doppelversanstaltung der MSG-Hutthurm.
Die Zelte des Fahrerlagers wurden dabei wieder auf dem Brauereigelände der Hacklberger Brauerei aufgeschlagen. Dabei hatte der Wettergott keine eindeutige Meinung und wollte sehen wie die Teams erst auf einer trockene- und dann auf einer nassen Piste zurecht kommen. Dabei konnte das Team Pollich/Rötzer ihre Zeiten bei Trockenheit verbessern und den Verlust bei nassen Gegebenheiten gering halten. Am Ende sprangen in der Klasse ein 18. Platz bei 21 Startern und im zweiten Durchgang ebenfalls ein 18 Rang bei 20 Starten heraus.
Alles in allem war das Team zufrieden, dass ihr Marsupilami, wie der Clio nach seinem Maskottchen mit Kosenamen genannt wird, wieder sehr stark performt hat. Auch wenn die Zeiten noch nicht ganz zufriedenstellend sind.
Allerdings ist die Verbundenheit nach doch immer sehr noch wenigen WP-Kilometern verständlicherweise noch nicht am Höhepunkt. Daran wird auf jeden Fall noch gearbeitet, sodass sich auch die Zeiten zufriedenstellend entwickeln werden.

Vorstand der RSG Burghausen als Taufpate……

Gärtner setzen auf Giovanni Flora

Roter Flitzer hat jetzt offiziell einen Namen – RSG-Vorstand Franz Kaiser liefert Siegervorschlag

Bei der Taufe von Giovanni Flora auf dem Stadtplatz mit dem Leiter der Bauhof-Gärtnerei, Peter Schweikl (v.l.), Stadtgärtner Fabian Anslinger, Bürgermeister Florian Schneider und „Taufpate“ Franz Kaiser. −Foto: ala

 

Schon seit einiger Zeit hat der Gärtnerische Bauhof der Stadt Burghausen ein neues „Pferd“ im Stall – jetzt hat es auch einen Namen: Giovanni Flora heißt der kleine Elektroflitzer. Franz Kaiser, Vorstand der RSG Burghausen, hat mit seinem Vorschlag den Namensfindungs-Wettbewerb gewonnen – auch wenn seine Idee auf falschen Annahmen basierte. Jüngst wurde das E-Mobil „getauft“.

Im März setzte die Stadt Burghausen einen Post in den sozialen Medien ab: Der weinrote „Cargo Runner“ sollte einen Namen bekommen. „Wir wollten die Bürger in der Corona-Zeit fragen, damit sie sich auch mal über etwas anderes als die Pandemie Gedanken machen können“, heißt es aus dem Rathaus. Franz Kaiser hat die Idee gleich gefallen: „An Giovanni habe ich gedacht, weil ich davon ausgegangen bin, dass es sich um eine Vespa handelt. Dabei ist das Gefährt ja aus China“, sagt er und muss lachen. Erst am Tauftag hat er von dem Irrtum erfahren, aber: „Der Name passt trotzdem.“ Umso mehr, weil Flora ja auch für die Gärtner steht.

Eben jene Stadtgärtner hatten sich auch mit großer Mehrheit für Giovanni Flora ausgesprochen. „Wir haben eine Liste mit Vorschlägen, die die Leute gemacht hatten, bei uns im Bauhof ausgehängt und jeder konnte dann seine Stimme abgegeben“, erzählt Leiter Peter Schweikl. Zuletzt wurde der E-Flitzer noch beklebt, nun ist er auch unter seinem offiziellen Namen unterwegs. „Jeder will ihn immer fahren, weil es sehr viel Spaß macht und man überall gut hinkommt, weil er so klein und wendig ist.“

Als Taufpate hatte Franz Kaiser auch ein kleines Geschenk für die Stadtgärtner dabei: eine Christophorus-Plakette für allzeit gute Fahrt. Im Gegenzug bekam er von Bürgermeister Florian Schneider als kleines Geschenk eine Flasche Gwax und eine Flasche Secco – „eine für den Vor- und eine für den Nachnamen“, meinte Schneider lachend.

ala (Quelle: Burghauser Anzeiger)

Wenn der Vater mit dem Sohne…

Stefan und Maximilian Ertl siegen im Porsche

Wenn der Vater mit den Söhnen Gas gibt, dann hat man im Hause Ertl oft Grund zum Feiern. So war es auch beim Porsche Sports Cup in Oschersleben, wo Stefan, Maximilian und Lukas Ertl von der RSG Burghausen einmal mehr gute Ergebnisse einfuhren.

Auf der 3,696km langen Rennstrecke mit 14 Kurven in Sachsen-Anhalt behielt Stefan Ertl mit seinem Sohn Maximilian einen kühlen Kopf und bretterte mit dem Porsche 911 GT3 Cup in einem turbulenten Lauf über 100 Minuten zum Gesamtsieg. „Die erste Rennhälfte war wirklich anstrengend, deshalb war es für uns wichtig, zunächst eine konstante Leistung abzuliefern. Etwas Glück und ein gut geplanter Boxenstopp halfen uns, die Führung zu übernehmen“, resümierte der 24 Jahre alte Maximilian Ertl, der die erste Hälfte der Rundenjagd am Steuer saß.

Dann übernahm sein Vater und freute sich über einen fehlerfreien Endurance-Lauf. „Ich brauche immer ein wenig, um in Fahrt zu kommen, doch zum Ende hin lief es sehr gut, es war richtig toll“, so der 53-Jährige. Mit dem Triumph übernahm das Burghauser Familien-Team Ertl/Ertl hauchdünn die Führung in der Gesamtwertung der Porsche Endurance Challenge.

Nicht ganz so gut lief es für Lukas Ertl, den Zwillingsbruder von Maximilian. Er geht ebenfalls im Team Car Tec Motorsport by Nigrin an den Start und hat sich in dieser Saison auf die Porsche Sprint Challenge spezialisiert. Das erste Rennen verlief für den Burghauser mit Platz 2 in seiner Klasse und dem 4. Rang in der Gesamtwertung noch recht gut. Im zweiten Durchgang am folgenden Tag wurde er jedoch bereits beim Start in ein Gerangel verwickelt, was ihm massiv Plätze kostete. Glück hatte Lukas Ertl, dass sein Wagen dabei nicht zu stark beschädigt wurde. So konnte er den Lauf zu Ende bringen und kam als Elfter ins Ziel.

Am 4./5. September geht es in der weltweit größten Porsche-Serie auf dem Lausitzring weiter. Auf der jüngsten und modernsten Rennstrecke Deutschlands werden neben den gewohnten Rennläufen auch noch zwei Nachtrennen ausgetragen.

red. (Quelle: Heimatsport pnp)

Die „dicke Bertha“ wird’s schon richten

Stefan Harböck (32) und Dennis Herrmann (28) fahren die Rallye München – Barcelona

Wenn gerade keine Pandemie herrscht, ist Barcelona ein herausragendes Reiseziel: Sonne satt, imposante Bauten und das Meer direkt vor der Haustür. Auch Stefan Harböck und Dennis Herrmann wollen da hin. Ohne Flieger. Mit dem Auto. Als Teil der Rallye München-Barcelona, die heute startet.

Im Fachjargon versteht man unter einer Rallye einen Wettbewerb im Motorsport, der teilweise über mehrere Tage verteilt auf normalen Straßen oder auf Feld- und Waldwegen ausgetragen wird. Hierbei bestreiten die Rallye-Teilnehmer Wertungsprüfungen auf abgesperrten Strecken, wobei sie einzeln, meistens im Minutenabstand, starten. Die Wertung beruht auf der Summe der Fahrzeiten bei den Wertungsprüfungen. Eine solche Rallye im herkömmlichen Sinne haben Harböck und Herrmann, die seit 2019 in der RSG Burghausen als Autoslalomfahrer aktiv sind, noch nicht gefahren. Weil aber abzusehen war, dass die Autoslalom-Saison 2021 genauso mit vielen Ausfällen startet, wie die Saison 2020 aufgehört hatte, haben sich die beiden entschieden, „etwas ganz Außergewöhnliches“ zu machen.
Auf der Suche nach einer passenden Veranstaltung stießen die beiden im Internet auf die Rallye München – Barcelona und fassten den Entschluss: „Das machen wir!“ Bei dem Bewerb handelt es sich um eine „Jedermann Rallye“. Das bedeutet: Jeder kann mitfahren. Sie ist weder ein Rennen, noch ein geführtes Sightseeing. Vielmehr ist es ist ein Roadtrip durch halb Europa. Man benötigt dazu weder eine Rennsportlizenz, noch ein hochmotorisiertes Fahrzeug mit Überrollkäfig oder anderen rallyetypischen Anbauten.
Ein paar Auflagen gibt es dann aber doch: Ein Team muss aus mindestens zwei Personen über 18 Jahren mit gültigem Führerschein bestehen. Das Fahrzeug muss zugelassen, mit TÜV versehen, älter als 20 Jahre und in technisch einwandfreiem Zustand sein. Auf den BMW E34 518i Touring von Stefan Harböck trifft das zu.
Um den in die Jahre gekommenen Wagen mit seinen gut 200000 Kilometern auf der Uhr, der liebevoll „dicke Bertha“ genannt wird, für das acht Tage und rund 4000 Kilometer lange Abenteuer vorzubereiten, wurde einiges an Arbeit in das Gefährt gesteckt: Sie haben den Motor in Eigenleistung generalüberholt und das Sportfahrwerk gegen ein Serienfahrwerk getauscht. Außerdem bekam der Wagen Adapterplatten, um ihn noch höher zu legen. Der Unterboden wurde mit einem fünf Millimeter dicken Blech verstärkt. Die Lehne der Rücksitzbank wurde ausgebaut, um Gewicht zu sparen und um den Platz besser nutzen zu können.
Die originale Stoßstange mit Verspoilerung und den Nebelscheinwerfern wurde als Ganzes demontiert und für den Rückbau nach dem Roadtrip eingelagert. Ein Ersatz dafür wurde für wenig Geld besorgt. „Deswegen auch die andere Farbe der Stoßstange, quasi eine zum Kaputtfahren“, sagt Harböck. „Da tut es dann auch nicht weh, wenn man Löcher für Zusatzscheinwerfer bohrt.“

Weiter wurden alle Lufteinlässe sowie der Kühler mit Gitter zum Schutz vor Steinschlägen versehen. Es sei an alles gedacht worden, um heil ans Ziel und danach aus eigener Kraft wieder zurück nach Burghausen zu kommen. Während sich Stefan Harböck um die Technik kümmerte, brachte Dennis Herrmann, von Beruf Programmierer, die Bordelektrik samt Steuergeräte des BMW auf Vordermann.
Gefahren wird auf robusten Stahlfelgen und Winterreifen. Um ausreichend Platz für alles weitere im Inneren zu sparen, wurde noch extra ein Dachkorb montiert, in dem zwei Ersatzreifen Platz gefunden haben. Als letzte Feinschliff wurde der Wagen mit einer Folierung optisch aufgewertet, die den alten BMW-Servicemobilen nachempfunden ist, und feierlich auf den Namen „dicke Bertha“ getauft.
Heute starten die beiden nach einem halben Jahr aufwendiger Vorbereitung. Von München aus führt der Weg über Alpenpässe, Buckelpisten, malerische Küstenstraßen, durch das Hinterland mit kleinen Dörfern und den entlegensten Winkel Südeuropas. Eine der größten Herausforderungen im Hinterland wird, dass man ohne Handynetz ganz auf sich alleine und die guten alten Landkarten angewiesen ist. Am Ende eines jeden Tages gibt es einen verbindlichen Treffpunkt – das Tagesbriefing. Dort wird man mit Infos und Routenempfehlungen für den jeweils nächsten Tag versorgt. Ein „riesiges Abenteuer“ – und heute geht es endlich los.