Mit 500 PS unterwegs, Lukas Ertl aus Burghausen im Interview: pnp vom 20.09.2022

Von der Kartbahn in einen Renn-Porsche:

Mit 25 Jahren kann Lukas Ertl schon einige Erfahrungen im Porsche Carrera Cup Deutschland vorweisen – bereits 2018 debütierte der Burghauser im deutschen Markenpokal. Vor dem Rennwochenende auf dem Sachsenring (23. bis 25. September) spricht Ertl über Anfänge im Kartsport, die Herausforderungen in einem über 500 PS starken Porsche und Kindheitsheld Mattias Ekström.

Herr Ertl, wann wurde Ihnen klar, dass Sie Rennfahrer werden möchten?
Ertl: Das war im Jahr 2005, damals war ich acht Jahre alt. Über die Lokalzeitung hat der Kartverein in meiner Heimatstadt Burghausen nach neuen Fahrern gesucht. Daraufhin habe ich mit meinem Vater vorbeigeschaut, und das hat mir direkt großen Spaß gemacht.

Wann ging es für Sie ins Rennfahrzeug?
Ertl: Erstmal bin ich noch einige Zeit Kart gefahren und habe als 17-Jähriger an verschiedenen Auto-Slalom-Wettbewerben teilgenommen. Das war auf abgesperrten Bergstrecken in meiner Heimat. Ins Rennauto ging’s dann zum ersten Mal 2017 bei der Porsche Club Historic Challenge. Damals übrigens schon mit einem Cup-Fahrzeug, dem 997 GT3 Cup.

Ein Jahr später haben Sie direkt Ihr nächstes Debüt gefeiert – im Porsche Carrera Cup Deutschland.
Ertl: Der Wechsel war eine große Herausforderung. Ich hatte nur die Erfahrung aus einer Saison in der Porsche Club Historic Challenge, und es kam recht kurzfristig zum Engagement im Porsche Carrera Cup. Mein Vater und Teamchef Christoph Huber von Huber Racing kennen sich schon länger, darüber ist der Kontakt entstanden.

Welche Erinnerungen haben Sie an deine Debütsaison?
Ertl: Das war ein anspruchsvoller Start mit vielen neuen Eindrücken. Insgesamt verlief meine Debütsaison durchwachsen. Allerdings waren es meine ersten Rennen ohne ABS, und bis auf den Hockenheimring kannte ich keine der Strecken. Auf dem Nürburgring habe ich es damals aber unter die Top 10 geschafft.

Auffällig ist, dass Sie den Porsche-Rennserien bis heute treu geblieben sind.
Ertl: Das stimmt, auch wenn ich 2020 und vergangenes Jahr keine komplette Saison im Porsche Carrera Cup gefahren bin. Dafür war ich im Porsche Sports Cup am Start, wo ich unter anderem erstmals im neuen 911 GT3 Cup saß.

Auf dem Sachsenring steigt am kommenden Wochenende der vorletzte Saisonstopp. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung?
Ertl: Anfangs war es schwierig, weil ich das neue Auto erstmal kennenlernen musste. Im Vorgängermodell hatte man vergleichsweise viel Untersteuern, im aktuellen Porsche 911 GT3 Cup ist genau das Gegenteil der Fall. Über die Saison haben wir das Setup immer weiter angepasst. Man kann beispielsweise hinten am Flügel oder vorn am Sturz was ändern.

Was erwartet die Fans auf dem Sachsenring?
Ertl: Auf dem Sachsenring bin ich schon einige Rennen gefahren, kenne die Strecke gut und fühle mich wohl. Einige Kurven sind nicht einsehbar, dazu kommen Höhenunterschiede. Der Sachsenring ist schon sehr besonders. Außerdem ist das Überholen auf dieser Strecke wirklich schwierig. Eine kuriose Randgeschichte ist, dass Hohenstein-Ernstthal die Partnerstadt meiner Heimatstadt Burghausen ist.

Wer war Ihr Kindheitsheld?
Ertl: Früher war ich großer Fan von Mattias Ekström. Damals habe ich gern die DTM geguckt und da hat er mich fasziniert. Außerdem gefiel mir sein Motto „Go hard or go home“.

Was machen Sie abseits der Rennstrecke?
Ertl: Ende März habe ich meinen Bachelorabschluss in Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik geschafft. Seit Juni arbeite ich in Teilzeit in einer Automobil-Zuliefererfirma. Ansonsten gehe ich gern Ski fahren oder mit Freunden Fußball gucken. Mein Heimatverein Wacker Burghausen hat lange in der 2. Bundesliga gespielt, inzwischen ist es die Regionalliga. An freien Wochenenden bin ich gern dort im Stadion und schaue mir die Spiele an.

red (Quelle: Heimatsport Altötting/pnp)

Stefan Harböck von der RSG zeigt Motorsport mit Herz

Dass man mit Motorsport auch was Gutes tun kann zeigte Stefan Harböck von der RSG Burghausen e.V. im ADAC am 09.07.2022 beim 3 Old-Youngtimer Pokerrun – Ostbayern. Er ging mit seinem BMW E21 mit der Startnummer 18 in das 140 Teilnehmer starke Fahrerfeld auf die Strecke.

 

 

 

 

 

Start und Zielpunkt war das Gasthaus Hörner, Aufeldstraße 13 in 94554 Moos. Das liegt ca. 90 km von Burghausen entfernt wischen Plattling und Osterhofen. Diese Strecke nahm der Burghauser „Motorsportler mit Herz“ gerne auf sich. Neben der guten Sache ginge es ja auch um jede Menge Spaß und zudem wurde ja ohnehin auf ein Startgeld verzichtet. Man konnte aber am Start eine freiwillige Spende abgeben, was die Teilnehmer auch großzügig machten. Der komplette Erlös wurde an „Kraki“, dem Förderverein des Deggendorfer Kinderkrankenhauses gespendet.

Auch wenn es für den Starter der RSG Burghausen nicht für den Sieg reichte, war es doch ein emotionaler Gewinn. Wann steht man schon mit einen Ferrari an der Startlinie oder kann sich mit KITT messen?

 

Hier die Spielregeln:

Jede Person fährt mit seinem Fahrzeug eine festgelegte Route, auf der sich fünf Zwischenstopps befinden. Vorher bekommt jeder Teilnehmer eine Routenbeschreibung, einen Laufzettel und die Spielregeln. An jeder Zwischenstation zieht der Spieler eine Pokerkarte. Hatte er die gezogene Karte schon in seinem Blatt, durfte er eine neue Karte ziehen. Jede gezogene Karte wird auf einem Laufzettel vermerkt, den er am Ziel zur Auswertung abgeben musste. Der Spieler mit dem besten Blatt aus seinen 5 Karten gewann den Pokerrun. Bei gleich hohem Blatt zählt die höchste Karte, dann die höchste Farbe.

 

Rangfolge der Blätter:

  1. Royal Flush (Ass, König, Dame, Bube, 10 in einer Farbe)
  2. Straight Flush (5 Karten in Folge in einer Farbe)
  3. Four of a kind (4 Karten von gleichem Wert)
  4. Full house (1 Paar + 1 Drilling)
  5. Flush (5 beliebige Karten in einer Farbe)
  6. Straight five (5 Karten in Folge in beliebiger Farbe)
  7. Three of a kind (3 Karten von gleichem Wert; der höchste Drilling gewinnt)
  8. Two pair (2 mal 2 Karten von gleichem Wert; höchstes Paar gewinnt)
  9. One pair (2 Karten von gleichem Wert; höchstes Paar gewinnt)
  10. High card (Die höchste Karte zählt)

Rangfolge der Farben:

Kreuz, Pik, Herz, Karo

Rangfolge der Nummern:

As, König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2

 

 

 

Stefan und Maximilian Ertl ziehen nach dem Rennen vom 24.und 25.06. auf dem Lausitzring positive Halbzeitbilanz in der Porsche Historie Club Challenge 2022

Die ersten acht Runden des ersten Rennens gingen an Klaus Horn im 991 GT3 R. Der Landauer setzte sich von der dritten Startposition aus an die Spitze des Feldes. Als engster Verfolger präsentierte sich zunächst Maximilian Ertl (991 GT3 Cup). In Runde acht gingen sowohl Mamerow als auch Lindemann an Ertl vorbei. Die Jagd auf Horn war eröffnet. Nur zwei Umläufe später war Mamerow an der Spitze, während Horn fehlte. Im engen Duell waren sich die 991er ins Gehege gekommen. Mit krummem Fahrwerk rettete Mamerow den Sieg über die Zeit, während Horn dagegen nur als Zwölfter gewertet wurde. Die Plätze auf dem Gesamttreppchen sicherten sich Lindemann und Ertl, der damit die Klasse 9 für sich entschied.

In der Meisterschaftswertung haben es die Klasse 10 Piloten schwer. Die Klasse zeigte sich sehr ausgeglichen, so dass sich die Piloten gegenseitig die wichtigen Punkte wegnehmen. In der Klasse 9 lief es für die beiden Burghauser Rennfahrer hingegen optimal, hier musste sich Christian Kindsmüller (991 GT3 Cup) dem Vater-Sohn Gespann Ertl zweimal geschlagen geben, was für Ertls die Führung in der Klasse 9 bedeutet.

Mit diesem Ergebnis geht es vom 29. – 31. Juli zum fünften Meisterschaftslauf und einem der Saisonhöhepunkte auf den Hockenheimring.

RSG Burghausen beim Emmersdorfer ADAC Clubsport Slalom stark vertreten

Zwei Mal Podium, und einmal Klassensieg kann sich sehen lassen.

Der Burghauser ADAC Ortsclub, RSG Burghausen, war am 06.06. mit insgesamt sieben Startern beim Emmersdorfer ADAC Clubsport Slalom stark vertreten. Auch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Am erfolgreichsten schlug sich das Familien-Team Pollich, welche nach einer längeren Unterbrechung ein gelungenes Comeback auf der Slalompiste absolvierte und mit ihrem neu optimierten  BMW 323 i auch gleich den Sieg der Gruppe F 11 mit nach Burghausen holte. Im Einzelnen belegte das Familien-Team in dieser Klasse die Plätze 1. André Pollich, 4. Ralf Pollich und 5. Beatrix Pollich. Einen weiteren Podest Platz sicherte sich Stefan Harböck, welcher im Team mit Dennis Herrmann, mit ihrem BMW 323ti compact, auf den recht anspruchsvollen schnellen Pacours ging und Platz zwei in der Gruppe G 2 belegte. Ärgerlich war nur, dass den Burghauser Motorsportler nur ein Zehntel vom Platz eins trennte. Dennis verfehlte mit seinen zwei Fehlerfreien Wertungsläufen nur knapp Platz drei der Gruppe, war aber mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Beide starten erst seit 2022 für die RSG und sind mit Ihrem Sportgerät als Neulinge der Slalomscene bereits ernst zu nehmende und Konkurrenzfähige Gegner. Wie anspruchsvoll der Parcours war zeigte das Ergebnis des dritten Teams der RSG, Peter Böcklbauer und Christian Rogger. Beide riskierten viel, konnten aber in der Gruppe F8 mit ihrem VW Polo 86C bei dieser  Veranstaltung nicht an der Spitze mithalten und belegten in den 22 Startern zählenden Fahrerfeld die Plätze 7. Peter Böcklbauer und  12. Christian Rogger.

Der April, der macht was er will! Seinen Ruf ist der April beim Rallyesprint des MSG Hutthurm am 02.04. mehr als gerecht geworden.

Herrschten bei der Auftaktveranstaltung der Saison, 14 Tage zuvor in Trostberg, noch eher frühlingshafte Witterungsverhältnisse, mussten sich die 41 Teilnehmer bei der Hutthurmer Veranstaltung auf winterliche Eigenschaften mit Schnee und Eis einstellen. Für die Burghauser Rennsportgemeinschaft startet auch hier wieder das bewährte Team Ralf Pollich und Nena Feldl vom MSC Emmersdorf, welche bereits mehrfach auf dem Beifahrersitz im Renault Clio 3RS neben Ralf Platz nahm. Ralf beschreibt die Zusammenarbeit so: „Das Gespann aus Nena und mir hat einen ähnlichen Schlag, wenn es ums Rallyefahren geht und es wächst unter besten Bedingungen immer näher zusammen. Aber auch das Fahren und Vertrauen zum dritten im Bunde, dem Clio, wird immer besser. Auch wenn im ersten Lauf, die neuen Regenreifen noch etwas ungewohnt waren, wurde es von Lauf zu Lauf besser und somit war die Stimmung nach dem Rennen bestens“. Die widrigen Witterungsumstände konnten weder den Veranstalter noch die Teilnehmer daran hindern ein rundum bestens organisiertes Motorsport Event daraus zu machen. Nach den üblichen abnahmen der Fahrzeuge und Papiers querte nach Freigabe der Strecke um 10:30 Uhr der erste von insgesamt 41Teilnehmer die Lichtschranke des ca. 4000 Meter langen Kurses. Neben der Punkte zur Südbayerische ADAC Rallye Sprint Meisterschaft 2022 sammelten die Teilnehmer auch wertvolle Punkte in der Niederbayerischen Maier Korduletsch Rallyemeisterschaft 2022, dem Ehrenpreis der Brauerei Hacklberg sowie für den Ehrenpreis vom Autohaus Platzer&Wimmer. Das Team Pollich/Feldl konnte mit Gesamtplatz 22 auch hier wieder eine gute Figur im Mittelfeld machen. Nach dem Zitat von Ralf, dürfen wir uns wohl noch auf zahlreiche gemeinsame Auftritte und Erfolge der beiden freuen.

Vater-Sohn Duo der RSG Burghausen e.V. im ADAC auch 2022 wieder am Start bei der Porsche Club Historic Challenge

Saisonstart am Wochenende 25. – 27.03 auf dem Hockenheimring.

Die beiden Vollblutmotorsportler, Stefan und Maximilian Ertl aus Burghausen teilen sich auch dieses Jahr wieder das Cockpit ihres Porsche 991 GT3 Cup.

Maximilian Ertl, der das Erste Rennen der Saison startete ist mit seinem Klassensieg und Gesamtplatz zwei von 40 gewerteten im ersten Rennen der Saison sehr zufrieden. Der Burghausener hielt im Rennen seinen direkten Konkurrenten Christian Kindsmüller auf Abstand, welcher ebenfalls eine starke Premierenvorstellung im 991 GT3 Cup abgab. Gegen Schluss wurde es noch einmal etwas enger, als Kindsmüller plötzlich sehr nahe am Heck von Maximilian dran war und für Spannung sorgte, doch Ertl ließ sich den zweiten Platz nicht mehr nehmen. Zitat: „Ich war eigentlich die ganze Zeit auf Position zwei. Klaus Horn hatte in seinen stärkeren 991 GT3R bereits nach der ersten Runde einen deutlichen Vorsprung herausgefahren. Da war für mich dann nichts mehr zu machen. Nach hinten musste ich mir auch lange keine großen Sorgen machen, da Christian Kindsmüller und sein Verfolger Thomas Lindemann mit sich selber gut zu tun hatten“, so Ertl.

Großes Pech hatte dagegen Stefan Ertl, der im zweiten Rennen von Startplatz zwei vielversprechend und hoch motiviert auf den gut 4,5 km langen Ring ins Rennen ging. Doch bereits in Kurve zwei musste er sein Ziel aufgeben und seinen Wagen abstellen, nachdem er unverschuldet ins Kiesbett befördert wurde und mit einer gebrochenen Spurstange aufgeben musste. Klaus Horn im Porsche 991 GT3 R erwischte hingegen einen glänzenden Auftakt in die Saison. Der Landauer siegte in beiden Rennen auf dem Hockenheimring vor Maximilian Ertl im Rennen eins und Christian Kindsmüller in Rennen zwei. Beide im Porsche 991 GT3 Cup.

Link zum ausführlichen Bericht:

http://www.auto-rennsport.de/magazin/2022/03/pchc-auftakt-bei-traumwetter-auf-dem-hockenheimring/