Gelungenes Finale im Porsche Carrera Cup: Lukas Ertl überzeugt

Das Finale des diesjährigen Porsche Carrera Cups wurde am Hockenheimring ausgetragen. Im stärksten Markenpokal der Welt gingen 32 Fahrer in den beiden abschließenden Rennen des Jahres an den Start − mitten unter ihnen Lukas Ertl aus Burghausen, der finalen Lauf auf Rang 7 abschloss, was ihm am letzten Rennen der Saison noch 15 Punkte für die Tabelle einbrachte und so in der Gesamtwertung Platz 17 sicherte.

Porsche 911 GT3 Cup, Lukas Ertl (D), CarTech Motorsport by Nigrin, Porsche Carrera Cup Deutschland, Hockenheim 2022

Die Strecke am Hockenheimring kennt der Motorsportler bereits bestens aus der Vergangenheit. Die Motivation aufs Finale sowie der eigene Anspruch, an die Erfolgsserie anzuknüpfen, waren im Vorfeld sehr groß.  Hatte der Burghauser bei den zurückliegenden Rennen doch bereits seile Leistung stehts gesteigert und gute Platzierungen im vorderen Drittel der gewerteten eingefahren.

Bereits vor dem Finale hatten die Fahrer die Möglichkeit, die Streckenbedingungen am Hockenheimring in zwei Trainings-Sessions kennenzulernen. Hier hatte der Rennstall rund um Ertl einen kleinen Nachteil zur starken Konkurrenz: Es fehlte die Gelegenheit, einen ganzen Testtag im Vorfeld zu absolvieren. Zudem war das Wetter am Trainingstag sehr wechselhaft. Der Regen ließ erst kurz vor der zweiten Session nach – eine riskante Konstellation, da die Strecke abseits der Ideallinie noch nass war. Auf einer schnellen Runde wollte der Oberbayer zu viel, war auf die nasse Fläche gekommen und hatte keine Chance mehr, das Auto auf der Strecke zu halten. Somit flog Ertl spektakulär mit knapp 90 Stundenkilometern in die Reifenstapel, der Traum vom erfolgreichen Saisonfinale schien geplatzt.

Das Mechanikerteam seines Rennstalls „CarTech Motorsport by Nigrin“ richtete das Auto jedoch wieder so optimal her, dass der Unfall keine weiteren Konsequenzen auf das Rennwochenende hatte. Nach einer 60-minütigen Einheit folgte schließlich das Zeittraining. Bei perfekten Bedingungen sicherte sich Ertl die Startpositionen 14 und 12. „Ich habe zwei identische Runden zustande gebracht. Auch wenn ich in der Kurvenkombination, in der ich zuvor abgeflogen bin, noch nicht bei 100 Prozent war, habe ich eine solide Ausgangsposition erreicht“, so Ertl.

Von Anfang an lief es für den Burghauser sehr gut, Ertl verbesserte sich sogar um zwei Plätze und überquerte von Platz 14 kommend als Zwölfter die Ziellinie. Im finalen zweiten Wettkampf gelang dem Burghauser ein sehr guter Start, und er fuhr direkt auf den 11. Platz vor. Das weitere Rennen war von engen Zweikämpfen geprägt, in denen sich der Salzachstädter am Ende oft gut durchsetzen konnte. Letztlich wurde er Siebter. „Die Saison mit dem besten persönlichen Rennergebnis des Jahres abzuschließen, da kann man schon mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen“, fasste es der Motorsportler zusammen.

Motorsport für Genießer, Meet and Greet beim Edelweiß-Bergpreis Roßfeld

Im Zwei-Jahres-Rhythmus, am letzten September-Wochenende, wird am Roßberg eine einmalige Bühne für faszinierende historische Sport-, Touren-, Renn- und Formelwagen geboten. Hier treffen sich in Berchtesgaden Oldtimer-Fans, um beim Roßfeldrennen die historische Rennfahrzeuge zu bewundern, mit ehemaligen Fahrern zu sprechen und Autogramme einzuheimsen.

 

Historische Service­fahrzeuge, Renn­trans­porter und Einsatz­fahr­zeuge bilden das Bühnenbild. Hersteller und Sammler sorgen für die auto­mobilen Juwelen.

Viele Zeit­zeugen wie Renn­fahrer, Sprecher und Funk­tionäre tragen neben der authen­tischen Dekoration zu einer beein­druckenden Atmos­phäre bei. Besucher mit passender Bekleidung und ihren Old­timern sind Bestandteil der Veranstaltung, wo sie historische Omni­busse zu den einzelnen Stationen an der Strecke bzw. in das Fahrerlager bringen.

Das Schönste und Sinn­vollste am Inter­nationalen Edelweiß-Berg­preis Roßfeld Berchtes­gaden ist jedoch der Benefizgedanke! 

Der Gewinn kommt der Lebens­hilfe Berchtes­gadener Land zugute und unterstützt Menschen mit Behinderung.

Das Rennen | Internationaler Edelweiß Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden (rossfeldrennen.com)

Lukas Ertl auf Platz 10, Laurin Heinrich bereits zwei Läufe vor Saisonende uneinholbar an der Spitze der Carrera Cup Tabelle

Das Wochenende 24. – 25.09. auf dem Sachsenring läutete die heiße Schlussphase der Saison 2022 im Porsche Carrera Cup Deutschland ein. Rund 26000 Zuschauer ließen sich dieses Motorsportevent am Sachsenring nicht entgehen. Von Startplatz 13 gestartet machte Lukas Ertl am Samstag in einem packenden Rennen drei Plätze gut und fuhr bis auf Platz zehn vor. Das Sonntagsrennen verlief für Ertl dann leider nicht wie erhofft. Ziel war es an den Erfolg vom Vortag anzuknüpfen, was aber aufgrund eines Kontakts nicht erreicht werden konnte und Ertl somit auf Platz 19 die Zielflagge querte.

Der Porsche Carrera Cup Deutschland feiert bereits hier einen neuen Champion: Laurin Heinrich (SSR Huber Racing) krönte sich am Sonntag mit einem ersten Platz am Sachsenring vorzeitig zum Gesamtsieger des deutschen Porsche Markenpokals. Der 20-jährige Würzburger liegt zwei Läufe vor Saisonende mit 268 Punkten uneinholbar an der Spitze der Meisterschaftstabelle.

 

Mit 500 PS unterwegs, Lukas Ertl aus Burghausen im Interview: pnp vom 20.09.2022

Von der Kartbahn in einen Renn-Porsche:

Mit 25 Jahren kann Lukas Ertl schon einige Erfahrungen im Porsche Carrera Cup Deutschland vorweisen – bereits 2018 debütierte der Burghauser im deutschen Markenpokal. Vor dem Rennwochenende auf dem Sachsenring (23. bis 25. September) spricht Ertl über Anfänge im Kartsport, die Herausforderungen in einem über 500 PS starken Porsche und Kindheitsheld Mattias Ekström.

Herr Ertl, wann wurde Ihnen klar, dass Sie Rennfahrer werden möchten?
Ertl: Das war im Jahr 2005, damals war ich acht Jahre alt. Über die Lokalzeitung hat der Kartverein in meiner Heimatstadt Burghausen nach neuen Fahrern gesucht. Daraufhin habe ich mit meinem Vater vorbeigeschaut, und das hat mir direkt großen Spaß gemacht.

Wann ging es für Sie ins Rennfahrzeug?
Ertl: Erstmal bin ich noch einige Zeit Kart gefahren und habe als 17-Jähriger an verschiedenen Auto-Slalom-Wettbewerben teilgenommen. Das war auf abgesperrten Bergstrecken in meiner Heimat. Ins Rennauto ging’s dann zum ersten Mal 2017 bei der Porsche Club Historic Challenge. Damals übrigens schon mit einem Cup-Fahrzeug, dem 997 GT3 Cup.

Ein Jahr später haben Sie direkt Ihr nächstes Debüt gefeiert – im Porsche Carrera Cup Deutschland.
Ertl: Der Wechsel war eine große Herausforderung. Ich hatte nur die Erfahrung aus einer Saison in der Porsche Club Historic Challenge, und es kam recht kurzfristig zum Engagement im Porsche Carrera Cup. Mein Vater und Teamchef Christoph Huber von Huber Racing kennen sich schon länger, darüber ist der Kontakt entstanden.

Welche Erinnerungen haben Sie an deine Debütsaison?
Ertl: Das war ein anspruchsvoller Start mit vielen neuen Eindrücken. Insgesamt verlief meine Debütsaison durchwachsen. Allerdings waren es meine ersten Rennen ohne ABS, und bis auf den Hockenheimring kannte ich keine der Strecken. Auf dem Nürburgring habe ich es damals aber unter die Top 10 geschafft.

Auffällig ist, dass Sie den Porsche-Rennserien bis heute treu geblieben sind.
Ertl: Das stimmt, auch wenn ich 2020 und vergangenes Jahr keine komplette Saison im Porsche Carrera Cup gefahren bin. Dafür war ich im Porsche Sports Cup am Start, wo ich unter anderem erstmals im neuen 911 GT3 Cup saß.

Auf dem Sachsenring steigt am kommenden Wochenende der vorletzte Saisonstopp. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung?
Ertl: Anfangs war es schwierig, weil ich das neue Auto erstmal kennenlernen musste. Im Vorgängermodell hatte man vergleichsweise viel Untersteuern, im aktuellen Porsche 911 GT3 Cup ist genau das Gegenteil der Fall. Über die Saison haben wir das Setup immer weiter angepasst. Man kann beispielsweise hinten am Flügel oder vorn am Sturz was ändern.

Was erwartet die Fans auf dem Sachsenring?
Ertl: Auf dem Sachsenring bin ich schon einige Rennen gefahren, kenne die Strecke gut und fühle mich wohl. Einige Kurven sind nicht einsehbar, dazu kommen Höhenunterschiede. Der Sachsenring ist schon sehr besonders. Außerdem ist das Überholen auf dieser Strecke wirklich schwierig. Eine kuriose Randgeschichte ist, dass Hohenstein-Ernstthal die Partnerstadt meiner Heimatstadt Burghausen ist.

Wer war Ihr Kindheitsheld?
Ertl: Früher war ich großer Fan von Mattias Ekström. Damals habe ich gern die DTM geguckt und da hat er mich fasziniert. Außerdem gefiel mir sein Motto „Go hard or go home“.

Was machen Sie abseits der Rennstrecke?
Ertl: Ende März habe ich meinen Bachelorabschluss in Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik geschafft. Seit Juni arbeite ich in Teilzeit in einer Automobil-Zuliefererfirma. Ansonsten gehe ich gern Ski fahren oder mit Freunden Fußball gucken. Mein Heimatverein Wacker Burghausen hat lange in der 2. Bundesliga gespielt, inzwischen ist es die Regionalliga. An freien Wochenenden bin ich gern dort im Stadion und schaue mir die Spiele an.

red (Quelle: Heimatsport Altötting/pnp)

Stefan Harböck von der RSG zeigt Motorsport mit Herz

Dass man mit Motorsport auch was Gutes tun kann zeigte Stefan Harböck von der RSG Burghausen e.V. im ADAC am 09.07.2022 beim 3 Old-Youngtimer Pokerrun – Ostbayern. Er ging mit seinem BMW E21 mit der Startnummer 18 in das 140 Teilnehmer starke Fahrerfeld auf die Strecke.

 

 

 

 

 

Start und Zielpunkt war das Gasthaus Hörner, Aufeldstraße 13 in 94554 Moos. Das liegt ca. 90 km von Burghausen entfernt wischen Plattling und Osterhofen. Diese Strecke nahm der Burghauser „Motorsportler mit Herz“ gerne auf sich. Neben der guten Sache ginge es ja auch um jede Menge Spaß und zudem wurde ja ohnehin auf ein Startgeld verzichtet. Man konnte aber am Start eine freiwillige Spende abgeben, was die Teilnehmer auch großzügig machten. Der komplette Erlös wurde an „Kraki“, dem Förderverein des Deggendorfer Kinderkrankenhauses gespendet.

Auch wenn es für den Starter der RSG Burghausen nicht für den Sieg reichte, war es doch ein emotionaler Gewinn. Wann steht man schon mit einen Ferrari an der Startlinie oder kann sich mit KITT messen?

 

Hier die Spielregeln:

Jede Person fährt mit seinem Fahrzeug eine festgelegte Route, auf der sich fünf Zwischenstopps befinden. Vorher bekommt jeder Teilnehmer eine Routenbeschreibung, einen Laufzettel und die Spielregeln. An jeder Zwischenstation zieht der Spieler eine Pokerkarte. Hatte er die gezogene Karte schon in seinem Blatt, durfte er eine neue Karte ziehen. Jede gezogene Karte wird auf einem Laufzettel vermerkt, den er am Ziel zur Auswertung abgeben musste. Der Spieler mit dem besten Blatt aus seinen 5 Karten gewann den Pokerrun. Bei gleich hohem Blatt zählt die höchste Karte, dann die höchste Farbe.

 

Rangfolge der Blätter:

  1. Royal Flush (Ass, König, Dame, Bube, 10 in einer Farbe)
  2. Straight Flush (5 Karten in Folge in einer Farbe)
  3. Four of a kind (4 Karten von gleichem Wert)
  4. Full house (1 Paar + 1 Drilling)
  5. Flush (5 beliebige Karten in einer Farbe)
  6. Straight five (5 Karten in Folge in beliebiger Farbe)
  7. Three of a kind (3 Karten von gleichem Wert; der höchste Drilling gewinnt)
  8. Two pair (2 mal 2 Karten von gleichem Wert; höchstes Paar gewinnt)
  9. One pair (2 Karten von gleichem Wert; höchstes Paar gewinnt)
  10. High card (Die höchste Karte zählt)

Rangfolge der Farben:

Kreuz, Pik, Herz, Karo

Rangfolge der Nummern:

As, König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2

 

 

 

Stefan und Maximilian Ertl ziehen nach dem Rennen vom 24.und 25.06. auf dem Lausitzring positive Halbzeitbilanz in der Porsche Historie Club Challenge 2022

Die ersten acht Runden des ersten Rennens gingen an Klaus Horn im 991 GT3 R. Der Landauer setzte sich von der dritten Startposition aus an die Spitze des Feldes. Als engster Verfolger präsentierte sich zunächst Maximilian Ertl (991 GT3 Cup). In Runde acht gingen sowohl Mamerow als auch Lindemann an Ertl vorbei. Die Jagd auf Horn war eröffnet. Nur zwei Umläufe später war Mamerow an der Spitze, während Horn fehlte. Im engen Duell waren sich die 991er ins Gehege gekommen. Mit krummem Fahrwerk rettete Mamerow den Sieg über die Zeit, während Horn dagegen nur als Zwölfter gewertet wurde. Die Plätze auf dem Gesamttreppchen sicherten sich Lindemann und Ertl, der damit die Klasse 9 für sich entschied.

In der Meisterschaftswertung haben es die Klasse 10 Piloten schwer. Die Klasse zeigte sich sehr ausgeglichen, so dass sich die Piloten gegenseitig die wichtigen Punkte wegnehmen. In der Klasse 9 lief es für die beiden Burghauser Rennfahrer hingegen optimal, hier musste sich Christian Kindsmüller (991 GT3 Cup) dem Vater-Sohn Gespann Ertl zweimal geschlagen geben, was für Ertls die Führung in der Klasse 9 bedeutet.

Mit diesem Ergebnis geht es vom 29. – 31. Juli zum fünften Meisterschaftslauf und einem der Saisonhöhepunkte auf den Hockenheimring.