Porsche Sports Cup Deutschland

Ein Video über die Familie Ertl, gedreht vom PSC Deutschland 2021

Motorsport im Blut: Stefan Ertl brachte seine Söhne Lukas und Maximilian bereits im Kindesalter mit an die Rennstrecke. Aktuell startet das Trio aus Bayern im Porsche 911 GT3 Cup mit der Startnummer 117 im Porsche Sports Cup – Lukas in der Sprint Challenge, Maximilian und Stefan als Gespann in der Endurance Challenge.

Nächster Termin und die Möglichkeit live dabei zu sein ist das Wochenende 17. – 18.07. am Red-Bull Ring.

Red Bull Ring – Renntermine 2021 – Termine & Daten – Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

 

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Vater-Sohn Duo siegt auf dem Salzburgring

Stefan und Maximilian Ertl im Porsche 997 GT3 Cup teilten sich Cockpit und Siege beim dritten Lauf der Porsche Club Historic Challenge vom 11. bis 13.06.

Im ersten Rennen siegte Maximilian Ertl vor Klaus Horn (Porsche 991 GT3 R).

Das Vater-Sohn Duo Stefan und Maximilian Ertl war auf dem Salzburgring nicht zu besiegen. Jeweils denkbar knapp entschieden die beiden 997er Cup Piloten die Rennen für sich. Im ersten Rennen wurde Maximilian Ertl sofort von Tim Hendrickx unter Druck gesetzt. Mit leichtem Abstand aber immer auf Schlaghöhe folgte der bis dahin drittplatzierte Klaus Horn den beiden Kampfhähnen und lauerte auf sein Chance. Immer wieder setzte der Zweitplatzierte an, doch Ertl verteidigte geschickt seine Position an der Spitze. Dabei kam auch Horn wieder immer näher an das führende Duo heran. Im Überrundungsverkehr schüttelte der junge Motorsportler der RSG Burghausen aber seine beiden Verfolger in einer Schikane endgültig ab. Während Ertl immer mehr Meter gut machen konnte, setzte dahinter Horn den vor ihm fahrenden Hendrickx immer stärker unter Druck. In runde neun ging der Landauer aus dem Windschatten heraus an bis dahin zweit platzierten Hendrickx  vorbei. Mit großen Schritten näherte sich der nun auf Platz zwei fahrende Verfolger dem Führenden Ertl. Etwa zehn Minuten vor Schluss war der Anschluss auf Ertl wieder hergestellt und die Anspannung im Rennteam des Berghausers stieg.  Horn schraubte gegen Rennende den Druck auf den führenden immer weiter nach oben. Zwei Minuten vor dem Abwinken gingen wegen eines liegengebliebenen Fahrzeugs die roten Flaggen raus – und erlösten Ertl. Dieser sicherte sich damit ganz knapp vor Horn den Gesamtsieg. Dritter wurde mit über sieben Sekunden Rückstand Tim Hendrickx.

Rennen zwei entschied Stefan Ertl mit gerade einmal 0,178 Sekunden Vorsprung vor Tim Hendrikx (Porsche 991 GT3 Cup) für sich.

Im zweiten Rennen übernahm Stefan Ertl das Cockpit seines Sohnes. Das Spielchen war das gleiche wie schon am Morgen. Nur, dass diesmal Klaus Horn als engster Verfolger des Führenden war. Dahinter lauerte bereits Tim Hendrickx auf eine sich bietende Gelegenheit. Als Ertl etwas weit nach außen getragen wurde, nutzte Horn seine Chance und zog in runde acht am 997er des Burghauser Rennfahrers vorbei. Die Führung hatte aber nur wenige Meter bestand. Ende Start – Ziel  war Horn zu spät auf der Bremse und streifte den dort aufgestellten Reifenstapel. Damit fiel Horn hinter Ertl und Hendrickx auf Platz drei zurück. Kurz darauf wurde das Safety-Car auf die Strecke geschickt. Beim darauf folgenden Restart nutzte Ertl die einmalige Gelegenheit als führender und zog dem restlichen Feld gekonnt davon. Während bei Horn überhaupt nichts mehr rund lief, konnte Hendrickx immer näher auf den Führenden Stefan Ertl von der RSG Burghausen aufschließen. Doch wie schon im ersten Rennen,  an dem der Verfolger an Maximilian Ertl scheiterte, biss sich Hendrickx nun an dessen Vater die Zähne aus. Gerade einmal 0,178 Sekunden trennten die beiden Cup-Porsche Piloten beim Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge.

Der nächste Renntermin der Porsche Club Historic Challenge (PCHC) findet am 23.-24. Juli  auf dem Hockenheimring im Rahmen der Porsche Club Days statt und verspricht ein erneut spannendes Rennwochenende aus Sicht der Burghauser RSG.

 

RSG zufrieden mit virtueller Autoschau

Traditionen müssten gepflegt werden, auch in schwierigen Zeiten – davon ist RSG-Vorstand Franz Kaiser überzeugt. So hatten er und seine Vereinskameraden kurzfristig trotz heuer ausfallenden Mai-Wies’n eine Autoschau aus der Taufe gehoben – dieses Jahr halt in virtueller Art und Weise. Trotz kurzer Vorlaufzeit erreichte die Rennsport-Verantwortlichen auf ihren Aufruf hin eine ganze Reihe an Fahrzeugfotos – vom Oldtimer-Unimog bis hin zu PS-starken Kraftprotzen. Erfreut ist Kaiser auch angesichts zahlreicher Beitragsklicks und durchwegs positiver Kommentare. „Schwierige Zeiten verlangen kreative Ideen“, sagt er im Nachgang, und: „Nichts zu machen, nur weil es kurzfristig unmöglich erscheint, bringt uns nicht weiter. Nicht im Leben und nicht im Verein.“ Im Motorsport lerne man das schnell, so der Vorstand weiter. Oft gelte es, aus ausweglosen Situationen das Beste zu machen. „Macht man das nicht, hat man von Anfang an verloren.“

Autoschau mal anders

Die Mai-Wies’n und die RSG Burghausen verbindet eine lange Tradition.

Viele Jahre war der ADAC-Jugendkart-Slalom im Rahmen der Mai-Wies’n fester Bestandteil im Rahmenprogramm des Volksfestes. Ebenso zog die alljährliche, beim Publikum beliebte Automobilausstellung auf der Robert-Koch-Straße viele Besucher an. Macht gleich drei Events, die heuer im Kalender und vor allem im gesellschaftlichen Leben der Vereine und der Stadt fehlen.

„Die Pandemie hat uns aber auch gelehrt, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern auf bislang ungeahnte Möglichkeiten zuzugreifen“, heißt es dazu seitens der Rennsportgemeinschaft mit Blick auf Digitales und Online-Angebote. Diese Option möchte die RSG nun auch für sich nutzen. Geplant ist dabei keine terminierte Videokonferenz, sondern eine „virtuelle Automobilausstellung“. Stattfinden soll diese an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 13. Mai. Mitmachen kann jeder, der sein Auto gerne mal vorstellen möchte. Alles sei willkommen, teilt die RSG mit, vom Bobbycar über Alltagsautos und Motorräder bis hin zum Sportwagen – und natürlich auch die Schmuckstücke: die Young- und Oldtimer. Auch den ortsansässigen Autohäusern will die Rennsportgemeinschaft mit der virtuellen Ausstellung eine Möglichkeit bieten, ihre Fahrzeuge dem Publikum zu präsentieren. Wobei das Ganze nicht zum Kfz-Markt werden soll.

Wer teilnehmen will, muss die Bilder lediglich auf der Facebook- oder Instagram-Seite der RSG Burghausen posten.

red. (Quelle: Burghauser Anzeiger)

Zum Saisonstart gleich aufs Podest

Lukas Ertl brettert bei Porsche Sprint Challenge am Hockenheimring auf die Plätze 1 und 2

Einen gelungenen Saisonauftakt feierten die Motorsportler der RSG Burghausen beim Porsche Sports Cup Deutschland am Hockenheimring. Stefan, Lukas und Maximilian Ertl fuhren die Plätze1, 2 und 4 ein.

Die drei Ertls starten heuer in Kooperation mit dem Team CarTech Motorsport aus Ismaning. Hierbei teilen sich Vater Stefan und Sohn Maximilian ein Cockpit bei den 100-minütigen Endurance Rennen der Serie. Der aus dem Porsche Carrera Cup kommende Lukas, Zwillingsbruder von Maximilian, gibt als Einzelfahrer bei den Sprintrennen über 30 Minuten Gas.

Bereits vor der offiziellen Veranstaltung hatte das Trio aus Burghausen im Rahmen eines Testtages die Möglichkeit, die ersten Kilometer auf der 4,574 Kilometer langen Strecke mit ihren 17 Kurven zu drehen und sich so auf den Saisonstart einzustimmen. Beim ersten Qualifying der Porsche Sprint Challenge, in der pro Rennwochenende jeweils zwei Wertungsläufe über 30 Minuten ausgetragen werden, fühlte sich Lukas Ertl bereits recht wohl im Auto. Er fuhr mit 1:41,05 Minuten und über 0,6 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten die Pole Position für beide Durchgänge ein. Im Anschluss zog der 24-Jährige Bilanz und blickte dabei auch auf die Zeiten im Porsche Carrera Cup: „Die Runde war wirklich nahezu perfekt und am Limit. Als Vergleich die letzte Pole Position aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland war 1:41,25, also nahezu zwei Zehntel langsamer.“

Der Start der ersten Rundenjagd verlief nach Plan. Nach der ersten Kurve konnte Ertl sogar den deutlich schnelleren Porsche GT3R des ehemaligen DTM-Piloten Peter Mamerow überholen und den Vorsprung über die gesamte Distanz stetig ausbauen. Das bedeutete neben dem 1. Platz in der Klasse Porsche 991 GT3 Cup auch den Gesamtsieg. Stolz erwähnte Ertl noch, dass der Vorsprung auf den Zweitplatzierten seiner Kategorie ganze 22,8 Sekunden betrug.

Das zweite Rennen verlief ähnlich erfolgreich für den jungen Piloten von der Salzach. Am Start behauptete sich Ertl direkt an der Spitze des Feldes und baute dann Runde für Runde den Vorsprung aus. Jedoch strapazierte er in der Anfangsphase die Reifen etwas zu stark und konnte so am Ende nicht mehr ganz die Geschwindigkeit von Mamerow mitgehen, so dass der Konkurrent enteilte und sich den Sieg schnappte. Dennoch war Position2 im Gesamtklassement und der Klassensieg mit einem Vorsprung von 18,8 Sekunden zu keiner Zeit in Gefahr.

Bruder Maximilian und Vater Stefan konnten sich im Endurance Rennen, bei dem sich die beiden das Cockpit des 991 GT3 Cup teilen, gut gegen die 25-köpfige Konkurrenz behaupten. Nach aufregenden Zweikämpfen und gekonntem Fahrerwechsel fuhr das Tandem mit dem 4. Rang ebenfalls ein beachtliches Resultat ein. Das gibt den Ertls Rückenwind für die nächsten Aufgaben am 19./20. Juni auf der Grand Prix Strecke des Nürburgrings.

 

 

Ein Pokal für RSG Burghausen

Ein Pokal für RSG Burghausen

Christian Rogger fährt mit seinem VW Polo beim Autoslalom auf Platz 12

Siegerehrungen sind normalerweise die Highlights und der krönende Abschluss jeder Motorsportsaison. In feierlichem Rahmen, bei gemütlicher Atmosphäre und mit ansprechendem Programm wurden bislang die besten Motorsportler der Oberlandrunde geehrt. Diese Serie ist ein Zusammenschluss südbayerischer Ortsclubs, die Meisterschaften für Clubsport-Slalom, Rallye und Jugendkart sowie eine Kombinationsmeisterschaft für Rallye und Autoslalom ausschreiben.

Lange Zeit wurde von den Verantwortlichen abgewartet und abgewogen, ob es nicht doch noch irgendwie möglich wird, die Abschlussfeier samt Siegerehrung für die Saison 2020 in gewohnt geselliger Form abzuhalten. Aber wie schon im Vorjahr lässt Corona im gesellschaftlichen Vereinsleben keinerlei Aktivitäten zu. So blieb dem Veranstalter keine andere Wahl, als den Gewinnern per Post zu gratulieren und den Pokal zu übersenden.

Diese außergewöhnliche Post erreichte auch den erfolgreichen Slalomfahrer der RSG Burghausen, Christian Rogger. Er belegte in der Runde 2020 mit nur vier absolvierten Wertungsläufen im Gesamtklassement den 12. Platz, die Konkurrenz hatte meist ein paar Einsätze mehr. Das Schwierigste in der vergangenen Saison seien nicht die Streckenführungen gewesen, betont Rogger. Die Herausforderung habe vielmehr darin bestanden, dass man ohne jegliche Trainingsmöglichkeit, quasi von Null auf Hundert, seine Leistung bringen und fehlerfrei abliefern musste.

So gab der RSG-Starter mit „gemischten Gefühlen“ mit seinem optimierten Fahrzeug beim Flugplatzrennen Bruck in Nittenau beim verspäteten Saisonstart Gas. Auf dem äußerst schnellen Parcours, der keinen Fehler verzieh, belegte er den 7. Platz der Klasse F8, die mit 24 Fahrern besetzt war. Noch besser lief es beim Slalom des MC Labertal. Hier gewann Rogger mit seinem VW Polo souverän bei der F8 und feierte zugleich den Sieg in der Gesamtklasse F mit 41 Teilnehmern. Diesen Erfolg konnte der Burghauser gegen die stärker werdende Konkurrenz jedoch nicht wiederholen. Bei der Doppelveranstaltung, die vom MSC 12 München und vom MC Neuhaus ausgerichtet wurde, verfehlte er jeweils nur knapp das Treppchen und wurde Vierter.

Seitdem stehen die Fahrer und Fahrzeuge der RSG Burghausen bereit und warten auf grünes Licht für die Saison 2021. Umbauten am Polo von Christian Rogger fanden trotz ausgiebiger Winterpause nicht statt. Man möchte mit der bewährten und bekannten Abstimmung durchstarten.

red (Quelle: Burghauser Anzeiger)