Vorstand der RSG Burghausen als Taufpate……

Gärtner setzen auf Giovanni Flora

Roter Flitzer hat jetzt offiziell einen Namen – RSG-Vorstand Franz Kaiser liefert Siegervorschlag

Bei der Taufe von Giovanni Flora auf dem Stadtplatz mit dem Leiter der Bauhof-Gärtnerei, Peter Schweikl (v.l.), Stadtgärtner Fabian Anslinger, Bürgermeister Florian Schneider und „Taufpate“ Franz Kaiser. −Foto: ala

 

Schon seit einiger Zeit hat der Gärtnerische Bauhof der Stadt Burghausen ein neues „Pferd“ im Stall – jetzt hat es auch einen Namen: Giovanni Flora heißt der kleine Elektroflitzer. Franz Kaiser, Vorstand der RSG Burghausen, hat mit seinem Vorschlag den Namensfindungs-Wettbewerb gewonnen – auch wenn seine Idee auf falschen Annahmen basierte. Jüngst wurde das E-Mobil „getauft“.

Im März setzte die Stadt Burghausen einen Post in den sozialen Medien ab: Der weinrote „Cargo Runner“ sollte einen Namen bekommen. „Wir wollten die Bürger in der Corona-Zeit fragen, damit sie sich auch mal über etwas anderes als die Pandemie Gedanken machen können“, heißt es aus dem Rathaus. Franz Kaiser hat die Idee gleich gefallen: „An Giovanni habe ich gedacht, weil ich davon ausgegangen bin, dass es sich um eine Vespa handelt. Dabei ist das Gefährt ja aus China“, sagt er und muss lachen. Erst am Tauftag hat er von dem Irrtum erfahren, aber: „Der Name passt trotzdem.“ Umso mehr, weil Flora ja auch für die Gärtner steht.

Eben jene Stadtgärtner hatten sich auch mit großer Mehrheit für Giovanni Flora ausgesprochen. „Wir haben eine Liste mit Vorschlägen, die die Leute gemacht hatten, bei uns im Bauhof ausgehängt und jeder konnte dann seine Stimme abgegeben“, erzählt Leiter Peter Schweikl. Zuletzt wurde der E-Flitzer noch beklebt, nun ist er auch unter seinem offiziellen Namen unterwegs. „Jeder will ihn immer fahren, weil es sehr viel Spaß macht und man überall gut hinkommt, weil er so klein und wendig ist.“

Als Taufpate hatte Franz Kaiser auch ein kleines Geschenk für die Stadtgärtner dabei: eine Christophorus-Plakette für allzeit gute Fahrt. Im Gegenzug bekam er von Bürgermeister Florian Schneider als kleines Geschenk eine Flasche Gwax und eine Flasche Secco – „eine für den Vor- und eine für den Nachnamen“, meinte Schneider lachend.

ala (Quelle: Burghauser Anzeiger)

Wenn der Vater mit dem Sohne…

Stefan und Maximilian Ertl siegen im Porsche

Wenn der Vater mit den Söhnen Gas gibt, dann hat man im Hause Ertl oft Grund zum Feiern. So war es auch beim Porsche Sports Cup in Oschersleben, wo Stefan, Maximilian und Lukas Ertl von der RSG Burghausen einmal mehr gute Ergebnisse einfuhren.

Auf der 3,696km langen Rennstrecke mit 14 Kurven in Sachsen-Anhalt behielt Stefan Ertl mit seinem Sohn Maximilian einen kühlen Kopf und bretterte mit dem Porsche 911 GT3 Cup in einem turbulenten Lauf über 100 Minuten zum Gesamtsieg. „Die erste Rennhälfte war wirklich anstrengend, deshalb war es für uns wichtig, zunächst eine konstante Leistung abzuliefern. Etwas Glück und ein gut geplanter Boxenstopp halfen uns, die Führung zu übernehmen“, resümierte der 24 Jahre alte Maximilian Ertl, der die erste Hälfte der Rundenjagd am Steuer saß.

Dann übernahm sein Vater und freute sich über einen fehlerfreien Endurance-Lauf. „Ich brauche immer ein wenig, um in Fahrt zu kommen, doch zum Ende hin lief es sehr gut, es war richtig toll“, so der 53-Jährige. Mit dem Triumph übernahm das Burghauser Familien-Team Ertl/Ertl hauchdünn die Führung in der Gesamtwertung der Porsche Endurance Challenge.

Nicht ganz so gut lief es für Lukas Ertl, den Zwillingsbruder von Maximilian. Er geht ebenfalls im Team Car Tec Motorsport by Nigrin an den Start und hat sich in dieser Saison auf die Porsche Sprint Challenge spezialisiert. Das erste Rennen verlief für den Burghauser mit Platz 2 in seiner Klasse und dem 4. Rang in der Gesamtwertung noch recht gut. Im zweiten Durchgang am folgenden Tag wurde er jedoch bereits beim Start in ein Gerangel verwickelt, was ihm massiv Plätze kostete. Glück hatte Lukas Ertl, dass sein Wagen dabei nicht zu stark beschädigt wurde. So konnte er den Lauf zu Ende bringen und kam als Elfter ins Ziel.

Am 4./5. September geht es in der weltweit größten Porsche-Serie auf dem Lausitzring weiter. Auf der jüngsten und modernsten Rennstrecke Deutschlands werden neben den gewohnten Rennläufen auch noch zwei Nachtrennen ausgetragen.

red. (Quelle: Heimatsport pnp)

Die „dicke Bertha“ wird’s schon richten

Stefan Harböck (32) und Dennis Herrmann (28) fahren die Rallye München – Barcelona

Wenn gerade keine Pandemie herrscht, ist Barcelona ein herausragendes Reiseziel: Sonne satt, imposante Bauten und das Meer direkt vor der Haustür. Auch Stefan Harböck und Dennis Herrmann wollen da hin. Ohne Flieger. Mit dem Auto. Als Teil der Rallye München-Barcelona, die heute startet.

Im Fachjargon versteht man unter einer Rallye einen Wettbewerb im Motorsport, der teilweise über mehrere Tage verteilt auf normalen Straßen oder auf Feld- und Waldwegen ausgetragen wird. Hierbei bestreiten die Rallye-Teilnehmer Wertungsprüfungen auf abgesperrten Strecken, wobei sie einzeln, meistens im Minutenabstand, starten. Die Wertung beruht auf der Summe der Fahrzeiten bei den Wertungsprüfungen. Eine solche Rallye im herkömmlichen Sinne haben Harböck und Herrmann, die seit 2019 in der RSG Burghausen als Autoslalomfahrer aktiv sind, noch nicht gefahren. Weil aber abzusehen war, dass die Autoslalom-Saison 2021 genauso mit vielen Ausfällen startet, wie die Saison 2020 aufgehört hatte, haben sich die beiden entschieden, „etwas ganz Außergewöhnliches“ zu machen.
Auf der Suche nach einer passenden Veranstaltung stießen die beiden im Internet auf die Rallye München – Barcelona und fassten den Entschluss: „Das machen wir!“ Bei dem Bewerb handelt es sich um eine „Jedermann Rallye“. Das bedeutet: Jeder kann mitfahren. Sie ist weder ein Rennen, noch ein geführtes Sightseeing. Vielmehr ist es ist ein Roadtrip durch halb Europa. Man benötigt dazu weder eine Rennsportlizenz, noch ein hochmotorisiertes Fahrzeug mit Überrollkäfig oder anderen rallyetypischen Anbauten.
Ein paar Auflagen gibt es dann aber doch: Ein Team muss aus mindestens zwei Personen über 18 Jahren mit gültigem Führerschein bestehen. Das Fahrzeug muss zugelassen, mit TÜV versehen, älter als 20 Jahre und in technisch einwandfreiem Zustand sein. Auf den BMW E34 518i Touring von Stefan Harböck trifft das zu.
Um den in die Jahre gekommenen Wagen mit seinen gut 200000 Kilometern auf der Uhr, der liebevoll „dicke Bertha“ genannt wird, für das acht Tage und rund 4000 Kilometer lange Abenteuer vorzubereiten, wurde einiges an Arbeit in das Gefährt gesteckt: Sie haben den Motor in Eigenleistung generalüberholt und das Sportfahrwerk gegen ein Serienfahrwerk getauscht. Außerdem bekam der Wagen Adapterplatten, um ihn noch höher zu legen. Der Unterboden wurde mit einem fünf Millimeter dicken Blech verstärkt. Die Lehne der Rücksitzbank wurde ausgebaut, um Gewicht zu sparen und um den Platz besser nutzen zu können.
Die originale Stoßstange mit Verspoilerung und den Nebelscheinwerfern wurde als Ganzes demontiert und für den Rückbau nach dem Roadtrip eingelagert. Ein Ersatz dafür wurde für wenig Geld besorgt. „Deswegen auch die andere Farbe der Stoßstange, quasi eine zum Kaputtfahren“, sagt Harböck. „Da tut es dann auch nicht weh, wenn man Löcher für Zusatzscheinwerfer bohrt.“

Weiter wurden alle Lufteinlässe sowie der Kühler mit Gitter zum Schutz vor Steinschlägen versehen. Es sei an alles gedacht worden, um heil ans Ziel und danach aus eigener Kraft wieder zurück nach Burghausen zu kommen. Während sich Stefan Harböck um die Technik kümmerte, brachte Dennis Herrmann, von Beruf Programmierer, die Bordelektrik samt Steuergeräte des BMW auf Vordermann.
Gefahren wird auf robusten Stahlfelgen und Winterreifen. Um ausreichend Platz für alles weitere im Inneren zu sparen, wurde noch extra ein Dachkorb montiert, in dem zwei Ersatzreifen Platz gefunden haben. Als letzte Feinschliff wurde der Wagen mit einer Folierung optisch aufgewertet, die den alten BMW-Servicemobilen nachempfunden ist, und feierlich auf den Namen „dicke Bertha“ getauft.
Heute starten die beiden nach einem halben Jahr aufwendiger Vorbereitung. Von München aus führt der Weg über Alpenpässe, Buckelpisten, malerische Küstenstraßen, durch das Hinterland mit kleinen Dörfern und den entlegensten Winkel Südeuropas. Eine der größten Herausforderungen im Hinterland wird, dass man ohne Handynetz ganz auf sich alleine und die guten alten Landkarten angewiesen ist. Am Ende eines jeden Tages gibt es einen verbindlichen Treffpunkt – das Tagesbriefing. Dort wird man mit Infos und Routenempfehlungen für den jeweils nächsten Tag versorgt. Ein „riesiges Abenteuer“ – und heute geht es endlich los.

Jahreshauptversammlung mit Ehrung der Clubmeister

Der ADAC-Ortsclub RSG Burghausen blickt auf eine bewegte Saison 2020 zurück

Seit der letzten JHV hat sich vieles verändert, mit diesen Worten eröffnete RSG Vorstand Franz Kaiser die eigentlich für März 2021 angesetzte Jahreshauptversammlung. Nachdenklich blickte Kaiser in seinem Bericht als Vorstand zurück. Alle Vereine, nicht nur die RSG, leiden noch heute unter den fehlenden Aktivitäten. Vieles wie die traditionelle RSG Jahresabschlussfeier mit Clubmeisterschaft 2020 sowie zahlreiche weitere gesellschaftliche Treffen wie die monatlichen Clubabende und das Sommerfest waren von den Absagen und den Kontaktbeschränkungen betroffen. Umso mehr freute es den Vorstand, dass der ADAC Ortsclub als Team zusammengehalten hat und sich die Mitgliederzahl trotz dieser schwieriger Rahmenbedingungen zum Vorjahr nicht gravierend geändert hat.

Ein weiterer Grund zur Freude war für den obersten RSG’ler, dass man glücklicherweise für Veranstaltungen wieder auf gewohnte Räumlichkeiten zurückgreifen kann. Gerade unsere Wirte wurden die letzten Monate arg gebeutelt. Als Beispiel nannte er die Wirtsleute Jaqueline und Bernhard Eichinger in derer Sportgaststätte in Mehring die JHV stattfand. Ihnen fehlten die Vereine und Feste, für die sie Ihre Gaststätte betreiben. Wir Vereine treffen uns, wenn wir Lust dazu haben, in unserer Freizeit. Die Wirte aber machen das aus Wirtschaftlichen Gründen, die müssen Geld verdienen und Pacht bezahlen.

Viele Jahre waren es diese gut gehende Firmen, welche unsere RSG finanziell unterstützt haben fuhr Kaiser in seinem Bericht fort. Ab 2020 war das mit einem Schlag vorbei, die Firmen hatten mit Schließungen, fehlenden Einnahmen ja mit Überlebensängste zu kämpfen. Hier war jetzt die Zeit für die RSG gekommen etwas zurück zu geben. Fair Play ist nicht nur im Motorsport die Devise der RSG! So wurden anstelle der sonst üblichen Pokale bei der Clubmeisterschaft, welche leider abgesagt bzw. auf heute verschoben werden musste, Gutscheine an die Motorsportler per Post verschickt.

Oder als eine weitere Unterstützung gemeinsam mit der Werbeagentur PUR und dem Mezzo‘s Burghausen ein Burger mit dem passenden Namen „Burghauser Rennsemmel“ kreiert, der auch „rasend“ Absatz fand. War es für die Werbeagentur und die RSG eine gute Gelegenheit auf sich aufmerksam zu machen, spülte es zudem etwas Geld in die Kasse unserer Vereins-Stammwirtschaft  Mezzo’s.

Öffentlichkeitsarbeit war bis Juni ohnehin die einzige Möglichkeit zu zeigen dass es die RSG noch gibt, stellte der Vorstand fest. Home Office und virtuelle Meetings war in aller Munde, aber wie bringt man diese Begriffe mit wirklichem – echten Motorsport in Einklang war hier eine Überlegung. Internett und Facebook wird von der RSG bereits seit langem intensiv bedient, nur auf Instagram war der Burghauser ADAC Ortsclub noch nicht vertreten.

Das änderte sich im Mai 2021. Einfach nur einen Account zu schalten war aber Kaiser nicht genug – Wenn dann brauchen wir Reichweite war seine Überzeugung. Eine virtuelle Autoschau, als Ersatz zur eigentlichen Autoschau im Rahmen der Mai Wies’n wurde gestartet und ein großer Erfolg. Bevor es aber um die Erfolge im echten Motorsport und den Ehrungen der Clubmeister und Langjährige Mitgliedschaften ging übergab Kaiser das Wort an Kassiererin Sonja Stoiber, die über die Finanzen eine umfassenden und lückenlosen Bericht abgab, welcher von den Kassenprüfern, Roland Kretschmer und Thomas Winklharrer, abgesegnet wurde. Somit konnte Kassiererin von den anwesenden Mitgliedern der RSG einstimmig Entlastet werden. Ebenso einstimmig verlief die darauf folgende Entlastung der Vorstandschaft.

 

Der zweite Teil der JHV galt nun den bereits seit Jahresende 2020 ausstehenden Ehrungen. Kaiser durfte hierbei gleich zwei anwesende RSG’ler für ihre langjährige Treue zum ADAC mit einer Urkunde und einer ADAC Anstecknadel Ehren. Frau Sonja Stoiber erhielt diese Auszeichnung für 25 Jahre Mitglied im ADAC, Herr Roland Kretschmer sogar für 40 Jahre Mitglied im ADAC.

Kaiser Gratulierte und betonte bei der Übergabe noch, dass beide in ihren Funktionen für die RSG eine wichtige Stütze und für den Verein unverzichtbar sind.

Weiter ging es mit den Ehrungen der Clubmeister in den Sparten Kartsport und Automobil –Motorsport. Wie bereits anfangs erwähnt war es Motorsportlich ein weitaus erfolgreicheres Jahr als im gesellschaftlichen Sinne.

Insgesamt gingen im Kartsport in der Saison 2020 sechs Fahrer ins Rennen.

Platz eins und somit Clubmeister Kart 2020 belegte Henri Lorenz, gefolgt von Sebastian Kaiser auf latz zwei und Ralf Brandl auf Platz drei.

Im Automobilsektor zählte das Fahrerfeld der RSG in der Saison 2020 acht Starter.

Hier sicherte sich Maximilian Ertl Platz eins in der Clubmeisterschaft, gefolgt von Bruder Lukas Ertl auf Platz zwei und Vater Stefan Ertl auf Platz drei.

Vorstand Franz Kaiser gratulierte den erfolgreichen Motorsportlern zu Ihren Erfolgen und wünschte allen noch ein paar gesellige Stunden im Sportheim Mehring, eine erfolgreiche, vor allem unfallfreie und gesunde Saison 2021.